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Problemkind Schweinehalter

Grüne Berufe weiterhin im Trend - außer in der Schweinehaltung

Eine junge Landwirtin kniet neben einem Traktorreifen auf einem Acker
am Donnerstag, 19.01.2023 - 11:50 (Jetzt kommentieren)

Die neuen Ausbildungszahlen zeigen: Die grünen Berufe sind weiterhin beliebt bei jungen Menschen. Ob Fachkraft Agrarservice, Forstwirt oder Landwirt. Mit einer Ausnahme.

Wie der Deutsche Bauernverband e. V. (DBV) berichtet, liegen die grünen Berufe weiterhin im Trend. Ob Fachkraft Agrarservice, Forstwirt oder Landwirt - die neuen Ausbildungszahlen zeigten auf erfreuliche Weise die Attraktivität der Branche für junge Menschen, ob Männer oder Frauen.

Es gibt jedoch eine Ausnahme: Die Ausbildung zum Tierwirt mit der Fachrichtung Schweinehaltung.

Großes Interesse bei Frauen und Männern: Grüne Berufe bleiben attraktiv

Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge in den Grünen Berufen ist insgesamt auf hohem Niveau, so der DBV. Einige Ausbildungsberufe legen zu. Nach den jüngsten Erhebungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) wurden im Ausbildungsjahr 2021/2022 in Deutschland rund 13.975 neue Ausbildungsverträge in den Grünen Berufen abgeschlossen. Das Niveau des vorangegangenen Ausbildungsjahres konnte damit knapp gehalten werden.

4.167 Frauen und 9.794 Männer schlossen die Ausbildungsverträge in den Grünen Berufen ab. Damit wurde gut ein Drittel der Neuverträge von Frauen abgeschlossen.

Ausbildungsverträge: Agrarservice, Forstwirt, Landwirt - Schäfer im Trend

Im Ausbildungsjahr 2021/2022 lassen sich in den einzelnen Fachrichtungen unterschiedliche Trends beobachten:

  • Im Ausbildungsberuf Fachkraft Agrarservice stieg die Zahl neuer Ausbildungsverträge um 28 auf 338 an (+ 9 %).

  • Auch in anderen Fachrichtungen stieg die Zahl, so unter anderem beim Pferdewirt um 7,5 % auf insgesamt 829 Verträge und beim Forstwirt um 4,5 % auf 769 neu abgeschlossene Verträge.

  • Für den Beruf Landwirt wurden insgesamt 3.998 neue Ausbildungsverträge geschlossen und damit in etwa das Vorjahresniveau erreicht.

  • Mit 25 neuen Ausbildungsverträgen lag die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der Fachrichtung Schäferei deutlich über dem Vorjahresniveau (+ 19 %).

  • In den weiteren Fachrichtungen der Tierwirtschaft ergeben sich folgende Zahlen: Geflügelhaltung 22, Schweinehaltung 16, Imkerei 19 und Rinderhaltung 205 neue Verträge.

Fachkraft Agrarservice und Tierwirt: Entwicklung in Bundesländern unterschiedlich

Unterschiedliche Entwicklungen im Vergleich zum Vorjahr zeigen sich in den Ausbildungsberufen Fachkraft Agrarservice und Tierwirt mit Fachrichtung Schweine- und Rinderhaltung vor allem im Ländervergleich.

  • Fachkraft Agrarservice: In den alten Bundesländern stieg die Zahl neuer Ausbildungsverträge zur Fachkraft Agrarservice (+ 16,7 %), während in den neuen Bundesländern 100 Neuverträge abgeschlossen wurden (ähnlich viele wie im Vorjahr).

Tierwirtschaft: Anders ist die Lage in der Tierwirtschaft, insbesondere bei den Fachrichtungen Schweine- und Rinderhaltung.

  • In der Schweinehaltung wurden gegenüber dem Vorjahr weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen: insgesamt nur 16 Verträge in der Fachrichtung Schweinehaltung, davon ganze 15 in den neuen Bundesländern.
  • In der Rinderhaltung ist der Trend neuer Ausbildungsverträge in den alten Bundesländern leicht rückläufig (drei neu geschlossene Ausbildungsverträge), während in den neuen Bundesländern die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen in der Rinderhaltung weiterhin hoch ist (202 neue Ausbildungsverträge).
Mit Material von Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

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