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Ernährung und Gesundheit

Grüne Woche im "Allzeithoch"

pd
am
15.01.2014

Größer, regionaler, internationaler: Bei ihrer 79. Auflage unterstreicht die Internationale Grüne Woche Berlin (IGW) ihren Stellenwert als weltgrößte Ausstellung für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau.


Mit 1.650 Ausstellern aus 70 Ländern (2013: 1.630/66) verzeichnet die IGW 2014 nach Angaben der Veranstalter die höchste Länderbeteiligung seit der Erstveranstaltung 1926 sowie die höchste Ausstellerzahl seit 15 Jahren. Vom 17. bis 26. Januar findet die einzigartige Leistungsschau der Land- und Ernährungswirtschaft auf 124.000 Quadratmetern Hallenfläche (2013: 115.000 qm) statt. Auch dies ist ein Höchstwert in der 88-jährigen IGW-Geschichte. Partnerland ist Estland, das den bislang größten Auftritt auf der Grünen Woche mit speziellen Thementagen und einer Exportoffensive angekündigt hat.
 
Daneben präsentieren rund 500 Aussteller aus Deutschland mit bundesländer-spezifischem Lokalkolorit das größte Angebot an regionalen Spezialitäten sowie Nahrungs- und Genussmitteln auf Messen. Im Mittelpunkt des Konferenzprogramms steht das Global Forum for Food and Agriculture 2014 (GFFA) vom 16. bis 18. Januar, zu dem über 70 Landwirtschaftsminister und Vizeminister sowie die Spitzenvertreter der Land- und Ernährungswirtschaft erwartet werden. Eröffnet wird die Grüne Woche 2014 durch den neuen Bundeslandwirtschaftsminister Dr. Hans-Peter Friedrich.

Rukwied: Bauernfamilien sind Garanten einer intakten Umwelt

"Für die Volkswirtschaft in Deutschland ist die Land-, Agrar- und Ernährungswirtschaft ein Stabilitätsanker. Einschließlich der vor- und nachgelagerten Wirtschaft sind rund 4,6 Millionen Menschen direkt oder indirekt damit beschäftigt, die Verbraucher mit Lebensmitteln, nachwachsenden Rohstoffen und Energie aus land- und forstwirtschaftlicher Erzeugung zu versorgen", zeigte Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes im Rahmen der Eröffnungspressekonferenz auf. Die Bauernfamilien seien Garanten und Sachwalter einer intakten Umwelt, für sichere Lebensmittel und einen verantwortungsvollen Umgang mit Nutztiere.
 
Die besondere Stellung zeige sich auch darin, dass die Vereinten Nationen 2014 zum Jahr des bäuerlichen Familienbetriebes erklärt haben. "Die gesamte Agrar- und Ernährungsbranche erwirtschaftete 2012 einen Produktionswert von 412 Milliarden Euro, acht Prozent der Gesamtwirtschaft. Damit sind bäuerliche Familienunternehmen nicht nur gesellschaftlich, sondern auch wirtschaftlich ein Erfolgsfaktor", betonte Rukwied in Berlin.

Minhoff: Ernährungsindustrie nicht überregulieren

Die Bedeutng der Ernährungsindustrie für den Wirtschaftsstandort Deutschland betone auch Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE): "Die Ernährungsindustrie ist mit einem Umsatz von rund 175 Milliarden Euro und mehr als einer halben Million Beschäftigte der viertgrößte Wirtschaftszweig Deutschlands. Noch nie war unser Lebensmittelangebot so hochwertig, sicher und vielfältig wie heute, allein die industrielle Lebensmittelproduktion kann den hohen Verbraucheransprüchen gerecht werden." Obgleich sich die Branche im Jahr 2013 auf einem stabilen Kurs befand, gefährdeten aktuell immer mehr Kosten und Regulierung den Erfolg, so Minhoff.
 
 Mit Deutschland stellen in diesem Jahr insgesamt 70 Länder aller Kontinente ihre Spezialitäten auf der Grünen Woche vor. Die Veranstalter rechnen mit über 400.000 Besuchern, darunter 100.000 Fachbesucher.
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