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Ernährung und Gesundheit

Grüne Woche: Weltagrargipfel, Erlebniswelt und Publikumsmagnet

Externer Autor
am
20.01.2011

Berlin - 1.632 Aussteller aus 57 Ländern werden auf der diesjährigen Internationalen Grünen Woche erwartet, 50 Agrarminister aus aller Welt haben sich angekündigt. Heute wird die Messe eröffnet.

Vom 21. bis 30. Januar lädt die Internationale Grüne Woche Berlin (IGW) zum 76. Mal in die Messehallen unter dem Berliner Funkturm ein. Auf der weltgrößten Verbraucherschau zeigen 1.632 Aussteller eine einzigartige Leistungs- und Erlebnisschau aus allen Bereichen der Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft und des Gartenbaus.

Rund ein Drittel der Aussteller stammt aus dem Ausland, darunter erstmals aus Afghanistan und Ruanda. Die Brutto-Ausstellungsfläche bewegt sich mit 115.000 Quadratmetern stabil auf dem hohen Niveau der letzten Jahre. Zum Messeauftakt findet das Global Forum for Food and Agriculture (20. bis 22.Januar) statt, das rund 50 Agrarminister aus aller Welt sowie die Spitzenvertreter aus der Land- und Ernährungswirtschaft zum Thema "Handel und Sicherung der Welternährung: Global - Regional - Lokal" zusammenführt.

"Für die Fachwelt ist die Grüne Woche der bedeutendste agrarpolitische Treffpunkt in Europa, für das Publikum eine einzigartige Erlebniswelt mit hohem Unterhaltungscharakter", beschreibt Dr. Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin GmbH, den Stellenwert der Messe.

Grüne Woche: Messe mit Historie

Bei ihrer 76. Auflage blickt die Grüne Woche auf eine 85-jährige Geschichte zurück. Aus einer schlichten lokalen Warenbörse im Premierenjahr 1926 hat sich die weltgrößte Verbraucherschau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau entwickelt. Seitdem präsentierten sich über 78.000 Aussteller aus 124 Ländern den über 30 Millionen Fach- und Privatbesuchern mit einem umfassenden Produktangebot aus allen Kontinenten.

Politisches Highlights

Internationales Agrarministerpodium

Das Landwirtschaftsministerium organisiert die beiden politisch herausragenden Veranstaltungen des GFFA am 22. Januar: das Internationale Agrarministerpodium im ICC Berlin und den Berliner Agrarministergipfel im Weltsaal des Auswärtigen Amts. EU-Agrarkommissar Dr. Dacian Cioloş sowie mehrere Ministerinnen und Minister werden am Vormittag auf dem Agrarministerpodium ihre Standpunkte vertreten und sich den Fragen des Publikums stellen. Der Generaldirektor der Welthandelsorganisation WTO, Pascal Lamy, wird eine Einleitung in das Thema geben. Bruno Le Maire, Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Fischerei der Republik Frankreich, wird das abschließende Statement halten.

3. Berliner Agrarministergipfel

Am Nachmittag sind die Agrarminister aus aller Welt zum 3. Berliner Agrarministergipfel eingeladen. Sie werden eigene Erfahrungen und Konzepte zur Rolle des Handels bei der Welternährung miteinander diskutieren. Parallel zum Berliner Agrarministergipfel wird sich das Internationale Wirtschaftspodium am 22. Januar dem Thema "Vom Landwirt zum Verbraucher -Wirtschaftsinitiativen für nachhaltige Wertschöpfungsketten" widmen. Diskutiert wird, welche Form der Landwirtschaft dafür geeignet ist und wie die Zusammenarbeit in der gesamten Wertschöpfungskette von Nahrungsmitteln gestaltet werden kann, um wirklich einen Durchbruch in der weltweiten Versorgungslage zu schaffen.

ErlebnisBauernhof

Der ErlebnisBauernhof bietet realistische Einblicke in die moderne, nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft Deutschlands. Die Initiatoren des ErlebnisBauernhofs sowie die vielen Ausstellungspartner haben sich eine Menge einfallen lassen, um den Besuchern Herkunft und nachhaltige Erzeugung qualitativ hochwertiger Lebensmitteln anschaulich und praxisnah darzustellen. Auf insgesamt 6.000 Quadratmetern informieren sie über landwirtschaftliche Produktionsketten, Qualitätssicherung, artgemäße Tierhaltung, Pflanzenschutz und vieles mehr. Neben der sachlichen Aufklärung kommen beim Sehen, Schmecken, Fühlen und Staunen auch Spaß und Spiel nicht zu kurz. Ein besonderes Erlebnis für Klein und Groß ist jedes Jahr die Begegnung mit den Tieren des Messebauernhofs. Milchkühe und Ferkel vertreten in der Halle 3.2 die landwirtschaftllichen Nutztiere. Nicht umsonst ist der ErlebnisBauernhof Jahr für Jahr einer der beliebtesten Treffpunkte.

Tierhalle

Die größte Halle des Berliner Messegeländes verwandelt sich zur Grünen Woche wieder in das Schaufenster der deutschen Tierzucht. Die 7.500 Quadratmeter große Tierhalle 25 ist sowohl für landwirtschaftlich orientierte Fachbesucher als auch das private Publikum ein besonderes Highlight. Der als offener Stall konzipierte Bereich der Halle 25 stellt Züchtern und Messebesuchern die Spitzenvertreter aller landwirtschaftlichen Nutztiere vor.

Sonderschau: Lebensqualität schafft Zukunft - nachhaltig, vielfältig, innovativ

Die Sonderschau des Landwirtschaftsministeriums in Halle 23a steht unter dem Motto "Lebensqualität schafft Zukunft - nachhaltig, vielfältig, innovativ". Die Grüne Woche-Besucher können beispielsweise einen Blick unter den Acker werfen, die Vielfalt der Wälder anschaulich erleben oder im Garten der "Biodiversität" eine Reise durch das Gartenjahr starten. Im dritten Ausstellungsbereich dreht sich alles um gesunde Ernährung. Dazu zählt die Milch genauso wie Obst und Gemüse. Auch Vollkorn und Fleischerzeugnisse kommen nicht zu kurz.

nature.tec - Fachschau Nachwachsende Rohstoffe

Auf der "nature.tec - Fachschau Nachwachsende Rohstoffe" in Halle 4.2 erwartet die Besucher ein vielfältiges Programm rund um die Schwerpunktthemen Biogas, Biokraftstoffe, Heizen mit Holz, Forst und Holz sowie Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen. Erstmals erhalten auch Biowerkstoffe einen eigenen Ausstellungsbereich und komplettieren somit die große Bandbreite der technischen und energetischen Nutzung von Agrar- und Forstrohstoffen.

Frühling in der Blumenhalle

2011 wird ein besonderes Jahr für die Blumenhalle 9b. Erstmals wird hier die farbige, duftende und Frühling verheißende Atmosphäre der Blumen floristisch und musikalisch inszeniert.  Blühende Notenschlüssel werden ebenso zu bewundern sein wie Musikinstrumente als florale Kunstwerke oder die Musikergärten eines Mozart, Schubert, Strauß oder Bruckner.

  • Grüne Woche: Öffnungszeiten und Preise
    Drei lange Grüne Woche-Tage Geöffnet ist die Internationale Grüne Woche Berlin 2011 vom 21. bis 30. Januar täglich von 10 bis 18 Uhr, mit verlängerten Öffnungszeiten an den beiden Samstagen (22.+ 29.1.) und dem zweiten Freitag (28.1.) von 10 bis 20 Uhr. Die Tageskarte kostet zwölf Euro, ermäßigte Karten für Schüler und Studenten acht Euro, Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Die Tageskarte an den beiden Grüne Woche-Sonntagen (23. und 30.1.) kostet zehn Euro. Das komplette Programm finden Sie unter
    www.gruenewoche.de.
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