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Dorf und Familie

Grünlandschnitt, Vertrauen in die Landwirtschaft, Direktvermarkter

Externer Autor
am
09.05.2014

Wie sieht der erste Schnitt beim Grünland aus? Wie gelingt es, mehr Vertrauen in die Landwirtschaft zu schaffen? Dazu noch ein Beitrag zur Direktvermarktung.

Der erste Siloschnitt
 
blasi fragt: "Wie war bei euch der erste Siloschnitt? In unserer Region reden alle Landwirte von weit überdurchschnittlichen Mengen." kache meint: "Ich habe schon am 21. April gemäht und selbst da ist mir das Silo fast übergegangen und ich wollte eigentlich noch den 2. Schnitt obenauf bringen." Mett allerdings schreibt: "Wir haben den ersten Schnitt noch vor uns. So lange Wasser auf den Wiesen steht, hats überhaupt keinen Sinn. Und zur Zeit ist keine Schönwetterperiode in Sicht." Darauf antwortet Lorper: "Die war von letzten Freitag bis Gestern. Hier steht fast nichts mehr an Grünland. Hier waren se schnell. Menge ca. 30-40% mehr als in anderen Jahren." Nur Rottalboy warnt: "30 Prozent mehr sind es bei uns auch in etwa. Freun wir uns nicht zu früh, irgendwann im Jahr gibts sicher wieder einen Ausgleich."  
 
 

Hofreport: Der Konradhof - regional und transparent statt Bio

Die agrar_heute_redaktion stellt ihren aktuellen Hofreport vor: "Der 35-jährige Landwirt Stefan Dellinger wagte vor 4 Jahren den Sprung in die Großstadt mit einem eigenen Laden.
Der Direktvermarkter setzt auf Freilandhaltung und produziert alle Fleischprodukte selbst:" Auf die Kritik von DWEWT: "Ist regional und transparent das Gegenteil von bio? Im Text wird nichts zur Haltung der Bullen geschrieben, die er mit vermarktet. Scheint doch eher eine begrenzte Transparenz zu sein." meint Seebauer: "Ob bio oder konventionell, er hat sein Publikum anscheinend gefunden. Man muß sich schon wundern, wenn man dann sieht wie sich Metzgereien bei ähnlichen Schlachtzahlen bemühen müssen um die Ware zeitnah abzusetzen. Gratulation und weterhin gute Einfälle um den Kunden bei Laune zu halten." Auch altilla kommentiert: "Allen Respekt vor dem Mut des Betriebsleiters. Allerdings muss man auch bedenken: Speckgürtel um München hat das etwas erleichtert, in vergleichsweise armen und menschenleeren Oberfranken hätte er es da noch schwerer gehabt."

Bauernverbände: 'Mehr Vertrauen in die Landwirtschaft schaffen'

Ebenfalls die agrar_heute_redaktion stellt einen ihrer Artikel zur Diskussion: "Das Forum zur Öffentlichkeitsarbeit auf der agra 2013 in Leipzig zeigte, welche Wege zu besserer öffentlicher Akzeptanz der Landwirtschaft und der Landwirte beschritten werden können. Hier mehr dazu: [www.agrarheute.com]" Miche zitiert: "Transparent, glaubwürdig, dialogfähig Immer wieder müssen falsche Bilder gerade gerückt werden. Nicht die rückwärtsgewandte Idylle - wie sie oft auf Lebensmittelverpackungen zu sehen ist - sondern ein modernes, realistisches Bild von der Produktion auf den Feldern und in den Ställen, von den Leistungen der Landwirte für die gesamte Gesellschaft muss immer wieder und bei jeder Gelegenheit gezeigt werden. Glaubwürdig und sachkundig können das die Landwirte selbst, wie viele überzeugende Beispiele zeigen." (agrarheute.de)  Dann sollen sie halt realistische Bilder von der "modernen" Tierhaltung auf die Lebensmittelverpackungen machen. Mich stört es sowieso, daß uns die Bilder einer "rückwärtsgerichteten Idylle" immer geklaut werden, um damit Massenware zu verkaufen. Vielleicht sollten wir wenigstens für die Rechte an den Bildern bezahlt werden." Und Sir79 meint: "Das ist zwar gut gemeint, aber helfen wird es glaub ich nicht viel. Denn wenn die Landwirtschaft in diversen Fachzeitschriften und Messen die fast ausschließlich von Landwirten gelesen/besucht werden Öffentlichkeitsarbeit leistet ist das so wie mit der Predikt am Sonntag in der Kirche. Die, die da sind bräuchten sie nicht und die, die sie bräuchten, die hören sie nicht. Ich denk mir jedes mal wenn ich die topagrar aufschlage und das Thema des Monats lese: Was erzählst du mir das, erklär es den Verbrauchern, weil die ja nicht mehr über die Landwirtschaft Bescheid wissen.
Wenn die Landwirtschaft in größerem Umfang wahrgenommen wird, dann doch nur wenn wieder mal irgendwo ein Skandal war und ein böser Bube gesucht wird. Oder finden etwa außerhalb von Skandalzeiten Talkrunden im Fernsehen statt, in denen sich über die Landwirtschaft unterhalten wird?"
Die gesamte Diskussion:    https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/52192/page/1/


Ad Libitum "Sauertränke"

magda hat folgendes Problem: "Hallo ihr lieben, vielleicht könnt ihr mir helfen, bin grade bisschen ratlos. Ich versuch es euch mal zu erklären wo das Problem ist. Also ich hab jetzt vor 2 Wochen angefangen unseren neugeborenen Kälbern ab dem 2. Lebenstag Ad libitum angesäuerte Milch zu geben, angesäuert hab ich mit Ascorbinsäure in Pulverform (wir sind ein Biobetrieb u müssen gucken was wir überhaupt nehmen dürfen). Die Kälber nehmen dies sehr gut an, es gibt auch in dem Bereich keine Problem, kein Durchfall, nix. Aber ich bin unzufrieden, unzufrieden mit der Methodik, diese Ascorbinsäure ist wie gesagt pulverförmig...lässt sich für mich schonmal blöde dosieren...man kann das nicht genau machen, das stört mich. Ich würde gern probieren, wie es mit Ameisensäure läuft, ich denke mal, das kann man besser dosieren so säure; kann ich die nehmen im bio Bereich? Woher bezieh ich die am besten? Wie mischt man richtig an, wieviel pro Liter? Kennt sich jemand mit ph-Messgeräten aus, möchte mir gern eins zulegen, um das immer zu überprüfen ob das auch alles so passt?!? Vielleicht könnt ihr mir Tipps und Ratschläge geben, um das alles noch zu optimieren. Würde mich freuen wenn ihr mir weiter helft." oekokuhstall schreibt: "Wir setzen unsere Sauertränke mit Joghurt an. Funktioniert einwandfrei. In der warmen Jahreszeit muss alle 14 Tage neu angesetzt werden. Im Winter geht es auch 4 bis 5 Monate lang mit einer Kultur." csw antwortet: "Wir füttern schon sehr lange ad libitum mit Ameisensäure. Die konzentrierte Säure können wir beim Landhandel kaufen. Verdünnen diese dann 1:10 mit Wasser und dosieren dies mit einem Pumpdosierer in die kalte Milch, ca. 20 ml pro Liter. pH-wert Messung haben wir auch mal gemacht, aber das ist meiner Meinung nach überflüssig. Wenn zu viel Säure in der Milch ist, flockt diese stark aus, auch wenn die Säure in zu warmer Milch gegeben wird." 

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