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Umwelt

Grundwasser vor Pestiziden schützen

von , am
03.05.2013

Hydrologen der Universität Freiburg unterstützen Kommunen bei der Umgestaltung von Hochwasserrückhaltebecken, damit weniger Pflanzenschutzmittel ins Grundwasser gelangen.

Pflanzenschutzmittel im Grundwasser © Waldemar Moll/aboutpixel
Die Gemeinde Eichstetten am Kaiserstuhl hat eine Feuchtfläche nach den Vorgaben des Forschungsprojekts PhytoRet eingerichtet, das Dr. Jens Lange von der Professur für Hydrologie der Universität Freiburg gemeinsam mit anderen Projektpartnern 2010 gestartet hat. Die Ergebnisse der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen, wie eine Feuchtfläche in einem Hochwasserrückhaltebecken beschaffen sein sollte, damit Pflanzen, Sedimente und Mikroorganismen die Pestizide anreichern oder abbauen.

Pestizide auffangen und vor Hochwasser schützen

Die Abkürzung PhytoRet steht für Retention (Ret) - also den Rückhalt - von Mitteln zum Schutz von Pflanzen (Phyto). Das Projekt konzentriert sich auf die deutsche und die französische Seite des Oberrheins und wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Die Projektarbeit begann mit Analysen von Pestiziden und deren Verhalten in Feuchtflächen im Labor und im Gelände.
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 Die Wissenschaftler erkannten das große Potenzial der Flächen, Pflanzenschutzmittel zurückzuhalten. Auf beiden Seiten des Oberrheins gibt es eine Vielzahl von Rückhaltebecken, in denen Feuchtflächen angelegt werden können. Diese können mit verhältnismäßig geringem Kosten- und Zeitaufwand so gestaltet werden, dass sie Pestizide auffangen, ohne dass die Rückhaltebecken ihre Hauptfunktion - den Schutz vor Hochwasser - verlieren.
Wichtig sind vor allem der direkte Anschluss an das Fließgewässer, ein möglichst großes Wasservolumen und durchströmte Schilfbereiche. Damit bietet PhytoRet Kommunen auf beiden Seiten des Oberrheins die Gelegenheit, unter Forschungsbegleitung ihre Hochwasserrückhaltebecken umzugestalten.
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