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Gülle-Unfall

Gülle-Katastrophe: Prozessbeginn gegen Landwirt

© NABU/Volker Leipzig
von , am
12.09.2017

1.600 Kubikmeter Gülle soll ein Landwirt 2015 in die Neyetalsperre geleitet haben. Nun steht er wegen schwerer Gewässerverunreinigung und falscher Verdächtigung vor Gericht.

Heute beginnt im Hagener Landgericht in Südwestfalen eine weitere Runde im Verfahren um eine Gülle-Katastrophe im Oberbergischen Kreis. Dabei soll ein Landwirt im März 2015 absichtlich 1.600 Kubikmeter Gülle aus einem seiner Silos in die Neyetalsperre geleitet haben, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

Gülle verursachte Fisch- und Pflanzensterben

Ermittlungen zufolge gelangte die Brühe über Wiesen und den Neyebach in die Talsperre. Dadurch starb fast das komplette tierische und pflanzliche Leben im und um das Gewässer herum ab. Gleich mehrere Schadstoffwerte sollen um zum Teil das 800-fache erhöht gewesen sein, so die dpa.

Schwere Gewässerverunreinigung und falsche Verdächtigung

Wie Radio Hagen berichtet, habe er später dann zwei Unbeteiligte beschuldigt, dafür verantwortlich zu sein. Der 41-Jährige werde nun wegen schwerer Gewässerverunreinigung und falscher Verdächtigung angeklagt.

Mit Material von dpa, Radio Hagen

Gülle-Unfall: 120 Kubikmeter fluten Ort

Gülle auf Betrieb
Beim Eintreffen an der Einsatzstelle bot sich den Einsatzkräften ein Bild der Zerstörung, so der Kreisfeuerwehrverband Segeberg. © Kreisfeuerwehrverband Segeberg/THW Landesverband Hamburg
Gülle in Straßengraben
Ein Güllebehälter war aus noch ungeklärter Ursache geborsten. Da sich das Privatgrundstück mit dem Güllebehälter auf einem der höchsten Punkte im Ort befindet, hatte sich die Gülle an viele Stellen im Ort verteilt. © Kreisfeuerwehrverband Segeberg/THW Landesverband Hamburg
Gülleflut in Ort
Beim Eintreffen der Feuerwehr war bereits Gülle in die Kanalisation geflossen. Man versuchte in den ersten Maßnahmen sofort den weiteren Zufluss zu verhindern. © Kreisfeuerwehrverband Segeberg/THW Landesverband Hamburg
Gebäudesicherung Scheune
Da der Güllebehälter komplett geborsten war, hatte die Gülleflut auch einen Teil der Gebäudewand einer angrenzenden Scheune teilweise so stark beschädigt, dass die Einsatzkräfte des THW Bad Segeberg hinzualarmiert wurden. © Kreisfeuerwehrverband Segeberg/THW Landesverband Hamburg
THW sichert Gebäudewand
Es galt den stark beschädigten Teil der Gebäudewand abzustützen. Gutachter sicherten Bauteile des Behälters.   © Kreisfeuerwehrverband Segeberg/THW Landesverband Hamburg
Gülleunfall auf Betrieb
Die Feuerwehr hat die betroffenen Grundstücke gereinigt. © Kreisfeuerwehrverband Segeberg/THW Landesverband Hamburg
Feuerwehr bei Einsatz
Im Einsatzverlauf waren circa 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW vor Ort. © Kreisfeuerwehrverband Segeberg/THW Landesverband Hamburg
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