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Dorf und Familie

Gülle bei Trockenheit, neuer Rindervirus, Hydraulikkupplungen

Externer Autor
am
19.07.2013

Diese Woche in landlive: Wie bringt man Gülle am besten bei Trockenheit aus? Was steckt hinter dem neuen BVD-Virus und wie hält man die Hydraulikkupplungen sauber?

Saubere Hydraulikkupplungen am Mähdrescher

Kellerkind sucht eine Lösung zu folgender Problematik: "Die Ernte steht vor der Tür, deswegen bin ich gerade am überlegen, wie man es am besten schafft, dass man während der Ernte bei den Hydraulikkupplungen und Steckern zur Verbindung von Mähdrescher und Schneidwerk keinen Schmutz und Staub ins Hydrauliksystem bekommt (Ich hab keinen Multikuppler sondern 3 einzelne Schraubkupplungen). Wenn ich ans Feld fahre und das Schneidwerk anbaue, habe ich eigentlich immer feinen und groben Staub auf der Kupplung und dem Stecker. Das kann ich zwar mit einem Putzlappen abwischen, aber 100% sauber kriegt man insbesondere die Kupplung ja fast nie. Klar gibts so einfache Kunststoff-Kappen, die immer an der Kupplung hängen und somit immer zur Hand sind. Das Problem ist aber, dass die während des Dreschens (da sie etwas ölig sind) den Staub nur so anziehen, dann bin ich also genauso weit wie vorher. Noch habe ich keine Probleme, aber Dreck im Hydrauliksystem ist ja nie toll. Wie löst ihr diese Problematik? Müsste ja eigentlich ein weit verbreitets Problem sein."
christiannds rät: "Ich hab nen Multikuppler. Der wird vor dem Ankuppeln mit einem Lappen abgewischt, das sagt mir zu. Dieses verschrauben an sich würde mir schon ziemlich auf den Zeiger gehen. Bevor ich verschrauben würde, und mir ein Multikuppler zu teuer erscheint, würde ich irgendwas über Steckkuppler machen. Ich weiß zwar nicht, wie deine Flächen strukturiert sind, aber ein Multikuppler lohnt sich immer [...] Ich baue auch meisten nur 1 - 2 mal am Tag an/ab. Den Kuppler möchte ich nicht missen..."
DonAgraro ergänzt: "Ich würde mir einen Druckluftkessel auf den Mähdrescher bauen - direkte Luftleitung zu den Kupplungsstellen und den Dreck mit einer Pistole wegblasen. [...] Gilt aber auch nur für den Dreck, der nicht im Öl hängt. Und wenn du die Schraubkupplungen gegen Steckkupplungen (keine Abreißkupplungen) tauscht? Die verlieren beim Kuppeln viel weniger Öl"

Gülle ausbringen während Trockenperiode ... wie?!

grasbauer fragt: "Wie macht ihr das, wenn ihr einen Grünlandschnitt weghabt und einfach nicht mit der Gülle hinkommt, weil es 30°C und ordentlichen Wind hat, und das tagelang. So, nun ist das Gras 10-15 cm und tlw. noch höher, also was machen? Aufs düngen verzichten? Trotzdem fahren und die Grasnarbe verätzen...?! Nur abends fahren, aber wenn kein Tau ist und noch weitere sechs Tage heißes Sommerwetter angesagt ist, bringts auch nicht viel oder...? Wie macht ihr das? Das Idealste wäre wohl ein Injektor...?! Aber im Berggebiet...?!"
harzerfuchs meint: "Warten auf Regen, kommt noch nicht so schnell, oder nach dem nächsten Schnitt wieder eine Güllegabe." 
Landwirt_schafft antwortet: "Joa die gleichen Fragen stell ich mir hier auch! Haben keine Möglichkeit zu schlitzen und Grube wird langsam voll. Hatte scho nachm 1. Schnitt des Probleme mit der Hitze! Hab bei den 37°C dann lieber augehört zu fahrn. Beständige trockene 29°C bis nächsten Mittwoch machen die Sache echt ned einfacher. Aber ich denk auch, dass es langfristig gesehn einfach nur sinnvoll ist, abzuwarten und die Nerven zu behalten! Irgendwann kommt garantiert wieder Regen."
Freddy schreibt: "Gestern kam bei uns der Regen! Aber den 1. Schnitt hab ich lange schon weg...nächste Woche wird der 2 Schnitt gemäht. Ich fahre die Gülle konsequent gleich am nächsten Tag, wenn das Feld abgeräumt ist. Da kommt die Gülle auf die Stoppeln drauf und verätzt nichts... Übrigens kommt bei mir nur Biogasgülle auf die Felder. Das Zuwarten bringt nichts...das Gras wächst innerhalb einer Woche im Juli bei guter Witterung enorm. Ich würd jetzt, wo das Gras schon 10-15 cm hoch ist, nichts mehr riskieren und keine Gülle mehr fahren.Wenns wieder nicht ausgiebig regnet, hast du Güllerückstände in der Silage, das ist Desaster hoch 3! Evt. mal einen Volldünger streuen...weil ja sowieso meistens Kalk fehlt (bei uns jedenfalls)! Nach dem nächsten Schnitt gleich am Folgetag abends Gülle fahren, auch bei warmer Witterung."
Alle Beiträge hier:    https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/54238/page/1/

Neuer Rindervirus: Symptome und Vorsichtsmaßnahmen!

Eine Meldung der agrar_heute_redaktion lässt aufhorchen: "Über 1.500 Rinder sind in NRW inzwischen dem Typ 2 der Bovinen Virus Diarhoe zum Opfer gefallen. Typ 1 ist in Betrieben bereits bekannt, die neue Form verursacht teils erhebliche Schäden und Verluste:
[www.agrarheute.com]"
Mim antwortet: "Danke für die Meldung, die hat mich heute morgen ja richtig platt gemacht! 30 - 80 % Mortalität? Wenn er mit dem Schweinepest-Erreger verwandt ist, also behülltes Virus ist die Infektiösität enorm, bei Schweinepest reicht es, wenn ein Auto von Betrieb zu Betrieb fährt. Und der Erreger ist nicht in der TSK abgesichert..."
Den Satz von Lobbylandwirt: "Ja, das erschüttert mich jetzt auch! Mehr Infos wären interessant!" komentiert Mim: "... der Vorteil bei Bekämpfung von solche Viren ist das schöne Wetter. Auf das es lange anhält..."
Diskutieren sie mit!:     https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/54196/page/1/

Eigenbestandsbesamer - Ja oder Nein

Fella schreibt: "Ich bin schon seit langem am überlegen, ob ich den Eigenbestandsbesamer mache. Aus privaten und zeitlichen Gründen verzögerte sich mein Vorhaben. Wie hat es bei euch geklappt? Gab es Schwierigkeiten? Wenn ich den Samen über Eurogenetik bestelle, bin ich doch nicht mehr verpflichtet "Prüfbullen" einzusetzten?"
Flamengo macht Mut: "Ja, mach das! Kannst immer besamen, wann es dir passt. Am Anfang war es schwierig, mit ein bisschen Übung/Zeit hats dann geklappt.  Und das mit Prüfbullen weiß ich nicht mehr, aber wir setzen immerhin bis zu 25% ein. Ich bin schon seit 5 Jahren EBB"
Auch Friesolde meint: "Zu Anfang übst du dich im Besamen und spätestens nach 1 Jahr willst du auch das Ergebnis selber erfüllen. Probier es einfach, ganz vorsichtig und du kannst es. Den TA nimmst du zur Kontrolle - ohne von deinen kleinen Versuchen zu erzählen. Wir besamen seit 22 Jahren selber und machen auch die TUs. Zu Beginn habe ich allerdings auch mal einen Abgang verursacht, kann passieren und gilt als Lehrgeld. Inzwischen machen wir die Untersuchungen am 40. Tag, dann sind aber auch mal einige fraglich. Die TAs hier untersuchen erst nach 8 bzw 10 Wochen."
Die gesamte Diskussion:    https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/54180/page/1/

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Case und Bremsen
https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/54227/page/1/

GAP: Die Kappung ist noch nicht vom Tisch...
https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/54142/page/1/

Vegetationsreport: Das Wichtigste zur Sikkation
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