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Umwelt

Gülle-Unfälle 2014: Zahlen und Fakten

von , am
31.08.2015

Rund sieben Millionen Liter Jauche, Gülle und Silagesickersaft haben sich 2014 in die Umwelt ergossen. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht in seiner neuesten Statistik auch die Hintergründe.

11,9 Millionen Liter "wassergefährdende Stoffe" sind 2014 bei Unfällen freigesetzt worden. 58,7 Prozent (%) davon - sieben Millionen Liter - waren Jauche, Gülle, Silagesickersaft (JGS) und vergleichbare in der Landwirtschaft anfallende Stoffe, berichtet das Statistische Bundesamt.
 
4,6 Millionen Liter konnten nach Angaben der Statistiker nicht wieder zurückgeholt werden, bei 7,3 Millionen Litern gelang das durch Umpumpen oder Umladen in andere Behälter.  Bei der nicht wiedergewonnenen Menge handelte es sich zu fast der Hälfte (rund 2,3 Millionen Liter) um JGS. JGS sind nicht in Wassergefährdungsklassen eingestuft.
 
Im Vergleich zu 2013 ist die freigesetzte Menge um 7,1 Prozent gestiegen.

98 Unfälle mit JGS setzen 6,8 Millionen Liter frei

Bei Unfällen in Anlagen ist den Statistikern zufolge der überwiegende Teil der Schadstoffe freigesetzt worden. Das waren 10,9 Millionen Liter, verteilt auf 815 Unfälle.

Dazu gehören 98 Unfälle mit JGS, bei denen 6,8 Millionen Liter freigesetzt wurden.

Gülle-Unfälle: Das waren die Ursachen

Ursachen bei JGS-Unfällen:
  • 56 %: menschliches Fehlverhalten
  • 22 %: Materialmängel wie Korrosion von metallischen Anlageteilen, Alterung von Anlageteilen aus sonstigen Werkstoffen sowie das Versagen von Schutzeinrichtungen
1.724 Unfälle wurden 2014 beim Transport wassergefährdender Stoffe gezählt, die meisten davon mit Straßenfahrzeugen (1.614; 94 %). Hierbei wurden rund eine Million Liter Schadstoffe freigesetzt, von denen 0,4 Millionen Liter (40 %) nicht wiedergewonnen wurden.
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