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Gefährlicher Transport

Güllefass und Ladewagen: Überladung, Überbreite, mangelnde Sicherung

Ein Lastwagen mit falsch gesicherter Ladung
am Montag, 28.12.2020 - 09:45 (Jetzt kommentieren)

In Hessen zog die Polizei ein äußerst gefährliches Gespann aus dem Verkehr. Der Lkw transportierte ein Güllefass mit Pumpvorrichtung und war dabei nicht nur 800 Kilo überladen.

Am vergangenen Montag gegen 13:30 Uhr alarmierten besorgte Verkehrsteilnehmer die Autobahnpolizei Mittelhessen über eine Gefahr auf der A45 Richtung Hanau. Ihnen fiel ein Lastwagen mit Anhänger auf, der offenbar verrutschte Ladung beförderte.

Bei Wetzlar konnten die Polizisten die Fahrt des Gespanns stoppen und führten auf dem Parkplatz Kochsgrund eine Kontrolle durch. Und die Beamten staunten dabei nicht schlecht.

Ladewagen und Güllefass mit Pumpvorrichtung

Der Lkw mit polnischer Zulassung hatte Reifen und Geräte geladen. Auf dem Anhänger mit deutschen Nummernschildern befanden sich ein Ladewagen von Pöttinger und ein Güllefass mit Pumpvorrichtung.

  • Das leere Fass war in eine drastische Schieflage geraten, ragte über die Seiten des Aufliegers hinaus und drohte vom Hänger zu kippen.
  • Verschlissene Haltegurte sicherten das tonnenschwere Gerät mehr schlecht als recht.
  • Aufgrund seines hohen Gewichts hatte es die Ladefläche des Anhängers bereits verformt.

Anhänger um fast 800 Kilo überladen

Doch damit nicht genug: Ein Blick in die Papiere des Transporters und der geladenen Fracht ergab eine Überladung des Hängers um fast 800 Kilogramm. Nachdem das Fass wieder aufgerichtet war, bemängelten die Polizisten neben dem Gewicht und der Sicherung der Ladung auch die Überbreite des Gespanns mit knapp einem halben Meter.

Eine Weiterfahrt von Lkw und Anhänger sei laut der Beamten erst möglich, wenn die festgestellten Mängel beseitigt sind.

Umladung des Güllefasses und Verringerung der Breite

Ein Lastwagen mit falsch gesichertem Güllefass

Dies bedeute eine Umladung der Fracht mit entsprechender tauglicher Sicherung auf einen Anhänger, der für den Transport solcher Gewichtsklassen geeignet und zugelassen ist. Darüber hinaus müsse die Breite des Fasses verringert werden, zum Beispiel indem die Pumpvorrichtung abmontiert oder eine Ausnahmegenehmigung für einen Transport mit Überbreite erlangt werde.

Eine Sicherheitsleistung von mehreren hundert Euro erwarten Fahrer und Halter des Fahrzeugs dennoch, erklärt das Polizeipräsidium Mittelhessen.

Mit Material von Polizeipräsidium Mittelhessen

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