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Wirtschaft

Günstiges Investitionsklima beflügelt Förderkreditnachfrage

pd
am
24.08.2011

Frankfurt a. Main - Die Landwirtschaftliche Rentenbank profitiert vom günstigen Investitionsklima. Die Nachfrage nach Förderkrediten ist gestiegen. Das geht aus der Halbjahresbilanz hervor.

Die Landwirtschaftliche Rentenbank fördert mehr Investitionsdarlehen als je zuvor. © Landwirtschaftliche Rentenbank
Im ersten Halbjahr 2011 kennzeichneten eine lebhafte Nachfrage nach zinsgünstigen Programmkrediten und stabile Erträge die Geschäftsentwicklung der Landwirtschaftlichen Rentenbank.
 
Die Förderbank für die Agrarwirtschaft hebt im heute veröffentlichten Halbjahresfinanzbericht die in den ersten sechs Monaten des Jahres erneut erhöhten Zusagen ihrer Förderkredite für Biogasanlagen, Wirtschaftsgebäude und Landkäufe hervor. Auch Förderkredite für Windkraftanlagen sorgten für Wachstumsimpulse. Die Finanzierungen öffentlicher Infrastrukturmaßnahmen legten ebenfalls deutlich zu.

Liquiditätshilfen vor allem für vom Dioxin-Fall betroffene Betriebe

Gleichzeitig fragten die Unternehmen aus dem Agrarbereich aufgrund der wieder günstigeren Wirtschaftslage mit 20,2 Millionen Euro (438,7) vergleichsweise wenige Liquiditätshilfedarlehen nach. Diese Förderkredite dienten überwiegend zur Überbrückung von Finanzierungsengpässen, die aufgrund Dioxin belasteter Futtermittel entstanden.
 
Insgesamt sagte die Förderbank in den ersten sechs Monaten 2,9 Milliarden Euro (2,8) zinsgünstige Programmkredite zu. Der Darlehensbestand dieser Fördersparte lag Ende Juni mit 24,3 Milliarden Euro (23,0) um 5,7 Prozent (8,7) über dem Jahresultimo. Auf Programmkredite entfielen 37,3 Prozent (34,6) des gesamten Fördervolumens von 65,2 Milliarden Euro (66,5).
 
"Mit den Schwerpunkten Land- und Ernährungswirtschaft, Neue Energien und Ländliche Entwicklung werden unsere Programmkredite im Rahmen unserer Förderstrategie immer wichtiger. Eine breite Palette von Einsatzmöglichkeiten dient der zukunftsorientierten, nachhaltigen und integralen Entwicklung der Agrarwirtschaft und des ländlichen Raums. Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag für zinsgünstige und stabile Finanzierungsbedingungen im gesamten Agrarsektor", so Dr. Horst Reinhardt, für Förderkredite zuständiges Mitglied des Vorstands der Rentenbank.

Stabile Ertragsentwicklung

Die anhaltend positive Ertragsentwicklung setzte sich im 1. Halbjahr 2011 fort. Sowohl der Zinsüberschuss als auch das operative Ergebnis lagen leicht über dem hohen Niveau des Vorjahres. Das HGB-Betriebsergebnis vor Bewertung erreichte 179,5 Millionen Euro (179,2). Nach Bewertung weist die Förderbank im HGB-Einzelabschluss einen Zwischengewinn von 147,5 Millionen Euro (131,4) aus. 
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