Login
Politik EU

GVO-Anbau: Diese Länder haben Opt-Out beantragt

von , am
05.10.2015

Brüssel - Deutschland und 15 weitere EU-Staaten haben in Brüssel den Austritt aus dem Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen beantragt. Monsanto plant einige Anträge prüfen zu lassen.

Der GVO-Anbau zu Forschungszwecken soll in Deutschland weiter möglich bleiben © Mühlhausen/landpixel
 
Insgesamt 16 Staaten einschließlich Deutschland haben nun ihre Anträge nach Brüssel geschickt, um ihr Territorium vom Anbaugebiet bereits zugelassener oder in der Warteschleife befindlicher transgener Pflanzen ausnehmen zu lassen. Neben Deutschland haben noch diese Länder das Opt-Out beantragt:
 
 
 
 
  • Bulgarien,
  • Dänemark,
  • Frankreich,
  • Griechenland,
  • Kroatien,
  • Italien,
  • Lettland,
  • Litauen,
  • die Niederlande,
  • Österreich,
  • Polen,
  • Ungarn,
  • Zypern,
  • Schottland,
  • Wales und
  • Nordirland.

GVO-Zulassung beschleunigen

Der GVO-Anbau zu Forschungszwecken soll in Deutschland weiter möglich bleiben. Die Niederlande vollzogen unter der aktuellen Regierung übrigens eine Kehrtwende, denn die ehemalige christdemokratische Landwirtschaftsministerin Gerda Verburg gehörte 2009 zu den Triebkräften, die die Opt-out-Lösung auf den Weg brachten - aber ganz im Gegensatz zum ebenfalls beteiligten Österreich mit dem Ziel, die schleppenden GVO-Zulassungsverfahren zu beschleunigen.

Monsanto will Anfragen prüfen

Der jetzt erfolgte Schritt stellt die sogenannte Option 1 im Opt-Out-Verfahren dar. Dabei werden die Unternehmen aufgefordert, eigenständig auf eine Anbauzulassung in bestimmten Teilen der EU zu verzichten. Die Hersteller des GVO-Saatguts haben einen Monat Zeit, um zu reagieren.
 
Der US-Konzern Monsanto ließ bereits im August verlauten, die Anfragen fallweise prüfen zu wollen. Zusätzlich besteht für die Mitgliedstaaten die Möglichkeit, gesetzliche Verbote zu erlassen. Dies aber könnte Klagen mit ungewissem Ausgang nach sich ziehen.
 
Auch interessant