Login
Politik EU

GVO: Kommission untersucht sozioökonomischen Auswirkungen

von , am
19.04.2011

Brüssel - Die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Anbaus genveränderter Kulturpflanzen sind das Thema eines jetzt vorgelegten Berichts der Europäischen Kommission.

Die Forderung nach völligem Verzicht auf gentechnisch veränderte Pflanzen in der tierischen Veredelung widerspreche laut DRV der Situation auf den internationalen Rohstoffmärkten. © Mühlhausen/landpixel
Der Bericht, der auf Daten der Mitgliedstaaten beruht, zeigt insbesondere, dass die bisher vorliegenden Informationen oft statistisch begrenzt sind und häufig auf bereits vorgefassten Meinungen über den GVO-Anbau beruhen.
 
Weltweit betrachtet, wird nur ein Bruchteil der Anbaufläche in der EU für GV-Kulturen genutzt, weshalb die Erfahrungen mit dem GVO-Anbau in Europa eher beschränkt sind, heißt es in dem Bericht.

Die wichtigsten Ergebnisse

Die ökonomischen Daten über die europäischen Erfahrungen betrafen Studien in jenen Mitgliedstaaten, in denen schon herbizidtolerante oder schädlingsresistente GV-Kulturpflanzen angebaut wurden oder werden. Diese Studien zeigen, dass Landwirte, die solche Pflanzen anbauen, "auch bei starker Gefährdung der Ernte durch Unkraut oder Schädlinge höhere Erträge erzielen können".

Erfahrungen mit GVO eher beschränkt

In dem Bericht werden die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen des GVO-Anbaus auf die anderen Beteiligten in der Lebensmittelkette kommentiert. Ergänzend zu den Beiträgen aus den Mitgliedstaaten enthält der Report auch einen Überblick über aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichungen zur sozioökonomischen Tragweite des GVO-Anbaus. Über soziale Auswirkungen in der Lebensmittelkette liegen aber auch hier kaum Informationen vor.

Kommission fordert sachliche Diskussion

Abschließend werden in dem Bericht die Ergebnisse der von der EU unterstützten Forschungsprojekte zu diesem Thema zusammengefasst. Die Kommission schlägt nunmehr vor, dass die GVO-Diskussionen sachlicher und weniger polarisiert zu führen sind, "um von subjektiven Wahrnehmungen zu konkreteren und objektiven Ergebnissen zu kommen".
Auch interessant