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Ernährung und Gesundheit

GVO-Nachweise in Lebensmitteln meist im Spurenbereich

AgE
am
08.04.2013

Stuttgart - Von 670 Lebensmittelproben, die 2012 in Baden-Württemberg auf Bestandteile aus genetisch veränderten Pflanzen untersucht wurden, waren sieben Prozent positiv, meistens im Spurenbereich.

"Pollen ist ein natürlicher Bestandteil von Honig und muss deshalb nicht als Zutat ausgewiesen werden." © Daniel P Martin/fotolia.de
Das Gentechnik-Speziallabor der Lebensmittelüberwachung in Baden-Württemberg hat 2012 insgesamt 670 Lebensmittelproben auf Bestandteile aus genetisch veränderten (GV) Pflanzen untersucht, von denen 49 Proben oder sieben Prozent positiv waren, die meisten im Spurenbereich.
 
Wie das Stuttgarter Landwirtschaftsministerium mitteilte, waren vereinzelt nicht zugelassene GV-Pflanzen nachzuweisen: In zwei Untersuchungen von Basmatireis indischer Herkunft seien nicht zugelassene GV-Reislinien nachweisbar gewesen und zwei Proben von scharfem Senf hätten GV-Raps enthalten, der für die Verwendung in Lebensmitteln nicht zugelassen sei. Lediglich drei Proben hätten 2012 wegen nicht deklarierten Gehalten von zugelassenen GV-Pflanzen mit einem Anteil von mehr als 0,9 Prozent beanstandet werden müssen.
 
Landwirtschaftsminister Alexander Bonde zeigte sich erfreut darüber, dass 2012 im Gegensatz zum Vorjahr Importhonige frei von nicht zugelassenem GV-Raps gewesen seien; GV-Soja sei hingegen punktuell nachweisbar gewesen. Der Grünen-Politiker riet Verbrauchern, die Honig ohne GV-Bestandteile wollten, zum Konsum heimischer Ware.
 
"Die Untersuchungen des letzten Jahres zeigen Auffälligkeiten in der Größenordnung der Vorjahre, die meist im Spurenbereich liegen, aber trotzdem deutlich machen, dass eine zielgerichtete Überwachung gentechnisch veränderter Organismen nach wie vor notwendig ist", erklärte der Minister. Er wies darauf hin, dass die Lebensmittelüberwachung mit regelmäßigen Stichproben einen Schwerpunkt auf die Untersuchung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) lege.
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