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Wirtschaft

HaGe will weiter wachsen

dj/agrarmanager
am
22.04.2013

Der Vorstand der Hauptgenossenschaft Nord AG (HaGe) zeigt sich mit dem vergangenen Geschäftsjahr zufrieden. Für 2013 setzt man weiter auf Wachstum.

Die Hauptgenossenschaft Nord AG Kiel wird elf Standorte der Märka üvernehmen. © HaGe Nord
Der Konzernumsatz der Hauptgenossenschaft Nord AG (HaGe) erhöhte sich gegenüber 2011 um 800 Millionen Euro (Mio.€) auf 2,8 Milliarden Euro. Das Plus ist hauptsächlich zurückzuführen auf die erstmalige Vollkonsolidierung der Roth Agrarhandel GmbH sowie Preissteigerungseffekte bei weiterem überregionalem Wachstum.
 
Der Jahresüberschuss im Konzern fiel 2012 mit knapp 20 Mio. € zwar um 1,5 Mio. € niedriger aus als im Vorjahr. Parallel dazu erhöhte sich das Eigenkapital im Konzern aber um knapp 20 Mio. € auf rund 223 Mio. €. Die Eigenkapitalquote schrumpfte - durch die deutlich größere Bilanzsumme - von 38 % auf 31%. Die Umsatzrendite des Konzerns gibt die HaGe für das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Prozent an.

Solide Eigenkapitalbasis

Die Eigenkapitalausstattung bildet nach Überzeugung des HaGe-Vorstandsvorsitzenden Ulrik Schlenz eine solide Basis für weiteres Wachstum. Nachdem bereits das Jahr 2012 von Zukäufen und Kooperationen geprägt war, setze die HaGe für die Zukunft hauptsächlich auf partnerschaftliche Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen, erläuterte Schlenz bei einem Pressegespräch in Kiel. "Dass wir dazu fähig und willig sind, haben wir bereits in der Vergangenheit bewiesen", ergänzte Vorstandsmitglied Markus Grimm.
 
Im Geschäftsfeld Futter sicherte sich die HaGe Mitte 2012 drei Standorte der Muskator Werke in Bayern und Sachsen und organisiert sie nun in der neu gegründeten AHS (Agrarhandel Süd GmbH) in einer "partnerschaftlichen Zweistufigkeit". Seit dem 1. April kümmert sich das neue Vorstandsmitglied Dietrich Schwier um das wachsende Futtergeschäft der HaGe.

BSL überzeugt

Jüngstes Projekt der HaGe-Wachstumsstrategie ist der Kauf eines Hafenterminals im Stettiner Hafen. "Mit einer jährlichen Umschlagskapazität von 600.000 Tonnen (t) und 32.000 t Lagerkapazität wird sich die gesamte Logistik für den Norden Ostdeutschlands deutlich verbessern", zeigte sich Detlef Kock überzeugt, der bei der HaGe den Bereich Getreide und Ölsaaten verantwortet.
 
Im Bereich Betriebsmittel konnte die Tochtergesellschaft BSL überzeugen. Trotz teils sehr schwieriger Bedingungen war die Versorgung von Handel und Landwirtschaft mit Pflanzenschutzmitteln und Dünger der HaGe zufolge stets gesichert. Weiteres Wachstum in dieser Sparte wurde im Rheinland mit einer Minderheitsbeteiligung an der S.G.L. GmbH, sowie einer Neugründung der Ostthüringer Saaten GmbH mit dem Ziel einer flächendeckenden Saatgutproduktion vollzogen.
 
Um die Logistik weiter zu optimieren und auch marktferne Gebiete an den Welthandel über den Hamburger Hafen anzuschließen, wurde der Gleisanschluss und der Verladeterminal in Heidenau/ Sachsen modernisiert, so dass mehr Getreide und Soja mit der kostengünstigen Bahn transportiert werden kann.

Auch die nächste Ausgabe der dlv Fachzeitschrift agrarmanager beschäftigt sich in ihrem Schwerpunkt mit dem Genossenschaftshandel. Einen ersten Blick auf das Heftcover können Sie im pdf-Dokument werfen.
 

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