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Umwelt

Hagel schädigt 12.000 Hektar

von , am
21.05.2015

Mitte letzter Woche sind über ganz Deutschland Unwetter gezogen. Das Ausmaß des Schadens ist mittlerweile bekannt. Diese Woche kämpfen die einen mit Starkregen, die anderen mit Trockenheit. Ein Überblick.

Mitte letzter Woche sind über ganz Deutschland Unwetter gezogen. Das Ergebnis: 12.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche trugen einen Schaden von insgesamt 23 Millionen Euro davon, berichtet die Vereinigte Hagel.
 
Betroffen waren vor allem Getreide, Raps und Rüben, aber auch Sonderkulturen wie Obst und Gemüse.

So verteilt sich der Unwetterschaden

Mittel- und Norddeutschland
Zu Beginn der Woche wurden vor allem die Mitte und der Norden Deutschlands getroffen. 10.000 Hektar (ha) mit einer Versicherungssumme von 15 Millionen Euro wurden im Kreis Göttingen, auf einer Linie zwischen Hildesheim und Magdeburg sowie in Mecklenburg-Vorpommern zerstört.
 
Süddeutschland
Über Teilen Süddeutschlands wütete kurz vor dem Vatertag das nächste heftige Unwetter. Nach der Hitze des Mittwochs zog am Abend eine starke Gewitterfront auf. Besonders stark betroffen war der Landkreis Waldshut, wo das Unwetter viele Schäden anrichtete. Gewitter, Starkregen, Sturmböen und Hagel fegten über die Region und streiften so auch den Bereich der Schweizer Grenze, wo sich der Sturm zu einem kleinen Tornado entwickelte. Der Tornado riss - wie schon einige Tage zuvor im mecklenburgischen Bützow - eine breite Schneise in die Natur.
 
Die Bezirksdirektion Nürnberg meldete innerhalb weniger Stunden rund 400 geschädigte Positionen. Schwerpunkte waren dabei das niederbayerische Adlkofen sowie die Gemeinde Rain im Regierungsbezirk Schwaben.
 
Zwar besteht nach Angaben der Vereinigten Hagel für die letztjährig angegebenen Flächen eine Vorausdeckung. Die Versicherung empfiehlt Landwirten dennoch, jetzt möglichst rasch den diesjährigen Anbau zu melden.

Steiermark: Hagelgewitter zerstören 2.000 Hektar Ackerfläche

Am Dienstag verzeichnete die Steiermark in Österreich schwere Hagelunwetter. Teilweise verzeichnete man binnen weniger Minuten in den Bezirken Weiz, Hartberg-Fürstenfeld und Graz-Umgebung bis zu 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter.
 
Geschädigt wurden Insbesondere
  • Obstkulturen (Erdbeeren, Zwetschken, Äpfel, Birnen),
  • Gemüse sowie
  • Ackerkulturen (Mais und Kürbis).
Insgesamt war eine Fläche von 2.000 Hektar betroffen, berichtet der Nachrichtendienst aiz.
 
Nach ersten Erhebungen beträgt der Schaden in der Landwirtschaft rund 2,5 Millionen Euro.

Regen oder Trockenheit? Das sagen unsere User

In Teilen Nieder- und Oberbayerns regnet es seit Tagen in Strömen. Was hier zuuviel ist, fehlt in anderen Regionen offenbar, wie aus den Rückmeldungen unserer Facebook-User hervorgeht. In Hessen, berichtet Marco Schultheis, "ist alles staubtrocken".
 
Ähnliche Rückmeldungen hatten wir auch aus Rheinland-Pfalz, Franken, Sachsen-Anhalt, der Rheinebene, Nordrhein-Westfalen, Südniedersachsen. Chris Przybilski meldet sich aus Unterfranken, das, so Chris, gerade "vertrocknet. Hier geht der Weizen solangsam dem Bach runter." 
 
Mit dem Wetter zufrieden ist lediglich Adrian Strehler: "Bei uns in Schwaben war leichter Regen - aber gerade richtig."
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