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Politik EU

Hans-Peter Friedrich in Polen

von , am
13.01.2014

Berlin - Nur zwei Tage nach seinem Besuch in Frankreich ist Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich mit seinem polnischen Amtskollegen Stanislaw Kalemba in Warschau zusammengekommen.

Der neue Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich (CSU). © Henning Schacht
Friedrich sagte bei seinem Treffen: "Deutschland und Polen haben einen engen Austausch bei den Themen der Agrarpolitik. Ich freue mich, diesen guten Dialog fortsetzen zu können." Es sei auch ein bewusstes Signal von ihm, seine zweite Auslandreise gleich nach Polen zu unternehmen, um die Bedeutung der deutsch-polnischen Beziehungen zu unterstreichen.
 
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Umsetzung der GAP-Reform und das von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Jahr landwirtschaftlicher Familienbetriebe. Friedrich sagte im Gespräch mit Kalemba, bei der Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik käme es nun vor allem darauf an, so schnell wie möglich Planungssicherheit für die Landwirtschaft zu schaffen. "Spätestens im Sommer soll für alle Beteiligten klar sein, welche wesentlichen Rahmenbedingungen ab Januar 2015 gelten." Ziel sei eine praktikable nationale Umsetzung, die sowohl den gesellschaftlichen Ansprüchen als auch den Anforderungen des Berufsstandes gerecht wird.

2014 steht im Zeichen der bäuerlichen Familie

In wenigen Tagen wird Friedrich seinen polnischen Amtskollegen auch auf dem "Global Forum for Food and Agriculture" im Rahmen der Internationalen Grünen Woche begrüßen. Polen hat im Vorfeld noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig das Internationale Jahr des "Family Farming“ sei. Auch für Friedrich stehen die Leistungen der bäuerlichen Familienbetriebe im Vordergrund. Das Themenjahr der Vereinten Nationen biete eine gute Chance, die Leistungen der Familienbetriebe anzuerkennen.

Landwirte brauchen Verlässlichkeit und Planungssicherheit

"Die familienbetriebene, bäuerliche Landwirtschaft ist das Herzstück der globalen Ernährungssicherung. Nur wenn es uns innerhalb der Weltgemeinschaft gelingt die Potenziale der Familienbetriebe zu heben, können wir im Kampf gegen den Hunger erfolgreich sein", so der deutsche Landwirtschaftsminister.
 
Verlässlichkeit und Planungssicherheit seien für die bäuerlichen Familienbetriebe auch in der EU die wichtigste Voraussetzung. In Deutschland sind etwa 90 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe Einzelunternehmen, die meist als Familienbetriebe geführt werden. Sie bewirtschaften rund zwei Drittel aller Flächen.
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