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Ernährung und Gesundheit

Hasenpest in RLP, Kontakt mit auffälligen Tieren meiden

pd/ah
am
11.12.2014

Erstmals seit sieben Jahren ist in Rheinland-Pfalz die Hasenpest nachgewiesen worden. Der Erreger tritt derzeit vermehrt in Deutschland auf. Menschen sollten den Kontakt mit auffälligen Tieren meiden.

Erstmals seit sieben Jahren ist in Rheinland-Pfalz die Hasenpest (Tularämie) nachgewiesen worden. Mitte November wurde ein Fall in Schleswig-Holstein bekannt - der erste seit Anfang der 90er Jahre.
 
Der Erreger tritt derzeit verstärkt auf, berichtet das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz. So habe es dieses Jahr deutschlandweit bislang 52 bestätigte Fälle von Hasenpest gegeben, In den Vorjahren waren es deutlich weniger.

Symptome und Übertragungswege der Hasenpest beim Menschen

Die Hasenpest überträgt sich hautpsächlich durch direkten Kontakt mit erkrankten Tieren oder deren Organen auf den Menschen, die Inkubationszeit beträgt drei bis fünf Tage.
 
Symptome
Die Erkrankung beginnt in der Regel mit einem Geschwür an der Eintrittsstelle des Erregers und einer Schwellung der lokalen Lymphknoten und/oder mit abrupt einsetzendem hohen Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen und Erschöpfungszuständen.
 
Behandlung
Tularämie lässt sich mit Antibiotika behandeln, die Heilungschancen sind sehr gut. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch kommt praktisch nicht vor.
 
Während in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr noch keine Tularämie-Erkrankung bei Menschen festgestellt wurde, meldet das Robert-Koch-Institut aus anderen Bundesländern 17 Fälle.

Vorsichtsmaßnahmen für Jager und Verbraucher

Die Hasenpest wird durch das Bakterium Francisella tularensis hervorgerufen. Hauptträger des Erregers sind Hasen und Wildkaninchen. Zum so genannten Erregerreservoir gehören aber auch Mäuse, Ratten und andere Nager sowie Zecken, Läuse und Flöhe. 
 
Erkrankte Wildtiere wirken matt und teilnahmslos, sie verlieren ihre Schnelligkeit und ihre angeborene Scheu.
 
Darauf sollten Sie achten:
  • auffälligen Tieren nicht nähern, auf keinen Fall berühren
  • Jäger: beim Aufbrechen und Zerwirken einschlägige Hygieneregeln einhalten
  • Hitze tötet den Erreger ab. Der Verzehr von Wildfleisch ist unbedenklich, wenn das Fleisch bei mindestens 60 Grad mindestens zehn Minuten lang durchgegart wird.
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