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Hautkrebs bei Landwirten, Drahtwurm und die Aldi-Diktatur

Matthias Ludwig/agrarheute
am
12.02.2016

Wie bewusst ist Landwirten das Hautkrebsrisiko? Wie mit dem Drahtwurm im Maisanbau umgehen? Und droht uns die Diktatur durch die Discounter?

Hautkrebsrisiko bei Landwirten?

DorisW macht auf eine Problematik aufmerksam, die auch Landwirte betrifft: "Macht ihr euch durch eure tägliche Arbeit im Freien Gedanken über Hautkrebs und schützt euch vor der Sonnenstrahlung? Oder denkt ihr, es betrifft euch nicht und Sonnencreme ist überflüssig? Wart ihr vielleicht selbst oder jemand in eurem Umfeld von Hautkrebs betroffen? Mit diesem Thema befasse ich mich in meiner Masterarbeit an der TU München. Seit Anfang 2015 wird Hautkrebs auch als Berufskrankheit anerkannt. Gerade Personen, die während ihrer Arbeitszeit (oder in der Freizeit) lange draußen der Sonnenstrahlung ausgesetzt sind, haben ein erhöhtes Risiko an Hautkrebs und seinen Vorstufen zu erkranken."

Biobauer meint dazu: "Ich kenn keinen Landwirt , der sich freiwillig länger in die Sonne stellt, wie nötig. Sowas machen nur die Bekloppten die unbedingt braune Lederhaut haben wollen. und eben bissl Hautkrebs dazu."

Seebauer antwortet darauf: "Kann schon sein, die meisten sind so wieso im Kabinenschlepper unterwegs. Anders die Saisonarbeiter, wenn das Wetter passt, dann zeigen die schon etwas mehr Haut. Da waren die Arbeiterinnen auch schon in der Unterwäsche beim Erdbeer hacken."
Hautkrebsrisiko bei Landwirten?

Mais und Drahtwürmer

Kartoffelbluete fragt: "Wie geht ihr vor, wenn ihr auf einem Schlag Mais anbauen wollt, wo es erfahrungsgemäß - oft an der Grenze zu Grünland - Probleme mit Drahtwurm gibt?"

Canola antwortet: "Ja gegen den Drahtwurm gibt es leider derzeit kein patentes Bekämpfungsverfahren. Entscheidend ist, dass du dem Mais einen Entwicklungsvorsprung ermöglichst, sprich dieser dem Schädling quasi "davon wächst".  Also eine Kombination aus verschiedenen Bewirtschaftungsmethoden: - Auswahl einer Sorte mit seht guter Jugendentwicklung. - Einbringung von Kalkstickstoff in das UFD-Band oder bei starkem Befall eine großflächige Ausbringung. Kalkstickstoff wird im Boden zu Kalk und Cyanamid umgewandelt. Dieses Cyanamid wirkt toxisch auf den Drahtwurm. Die Wirkungsgrade können bis zu 60 % unter optimalen Bedingungen betragen. - Man könnte zudem auch Saatgut mit Sonido-Beize (Thiacloprid) aussäen, welches in Deutschland aktuell verkehrsfähig ist und für einige Maissorten angeboten wird. Die Wirkungsgrade liegen je nach Befall aber auch nur bei maximal 60 %."
Mais und Drahtwürmer

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