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Wirtschaft

Heiploeg-Gruppe legt Berufung gegen Millionenstrafe ein

Externer Autor ,
am
11.12.2013

Ende November wurde gegen den niederländischen Garnelenhändler Heiploeg eine hohe Geldstrafe wegen Kartellbildung verhängt. Nun legt die Firma Berufung gegen das Urteil ein.

Diesen Beschluss teilte das Unternehmen nun auf ihrer Homepage mit. Zudem wolle man Schadensersatzansprüche gegen die Verantwortlichen prüfen. Es werde während des laufenden Berufungsverfahrens keine weiteren Informationen geben, kündigt die Heiploeg-Gruppe an.
 
Die Sprecherin der EU-Kommission, Antoine Colombani, wies darauf hin, dass diese Berufung zwar zulässig sei, aber keine aufschiebende Wirkung für die Zahlungen habe, die in jedem Fall innerhalb von drei Monaten zu leisten seien.

Unterschiedlich hohe Sanktionen

Ende November wurden vier Krabbengroßhändler von der EU-Kommission zu hohen Geldbußen von insgesamt 28,7 Millionen Euro verurteilt. Grund für die Strafe waren illegale Preis- und Mengenabsprachen. Von den vier Händlern entfällt auf die Firma Heiploeg der Löwenanteil von 27,08 Millionen Euro.
 
Grund für die unterschiedlich hohen Sanktionen war die unterschiedliche und nicht durchgehende Beteiligung der Unternehmen an der Kartellbildung. Beteiligt waren neben Heiploeg auch Klaas Puul, Kok Seafood sowie der deutsche Händler Stührk.

Strafe gegen deutsches Unternehmen

Auf das deutsche Unternehmen Stührk aus dem schleswig-holsteinischen Marne entfallen laut EU-Kommission rund 1,1 Million Euro. Es soll zwischen März 2003 und November 2007 Preisabsprachen hinsichtlich des deutsches Marktes getroffen und so die Preise künstlich in die Höhe getrieben haben. Wie Stührk-Geschäftsführer Ole Ritters mitteilte, sei auch seine Firma bestürzt über das Ausmaß der Geldbuße, die wesentlich höher als erwartet sei.
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