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Dorf und Familie

Hetze gegen Landwirte, Reserveantibiotika und Getreidequalität

Externer Autor ,
am
08.08.2014

Wie kann man der Verunglimpfung der Landwirte durch Tierrechtler begegnen? Wird zu viel Antibiotika in den Ställen eingesetzt? Wie steht es mit der Getreidequalität? Diese Woche in landlive.

Getreidequalität
 
Friedl87 schreibt: "Das diesjährige Erntewetter macht allen zu schaffen. Die Qualitäten brechen jeden Tag weiter zusammen. Samstag haben wir WW geerntet mit guter Fallzahl und Protein. Heute habe ich mit Schrecken festgestellt, dass der Weizen am 5. August (!) anfängt in der Ähre zu keimen! Also, nutzt jede mögliche Minute zur Ernte. Besser wird es nicht mehr!" Notill fragt: "Um welche Sorte handelt es sich? Mir ist bisher nur der Cubus bekannt, als Weizen ohne Keimruhe." Darauf meint Pflanzenbauer: "Bei uns ist erschreckender Weise auch Asano betroffen."  Auf die Aussage von Lobbybauer: "Asano ist bekannt als Fallzahlschwach" schreibt er: "Ich rede nicht von sinkender Fallzahl...ich rede vom Keimen am stehenden Halm...." Darauf wiederum Lobbybauer: "Ja, ich weiß und ich behaupte ganz dreist, dass das in direktem Zusammenhang steht. Aber ich hab von Pflanzenbau nicht so viel Ahnung." Die Antwort von Pflanzenbauer: "Ein Zusammenhang besteht da schon, sobald die Körner auswachsen ist natürlich die Fallzahl im Keller. Aber das der Weizen so schnell auswächst und das am stehenden Halm hab ich noch nicht gesehen....im Lager gabs das immer mal, aber nicht so und schon garnicht bei Weizen."

Hetzpropaganda gegen Tierhalter/Landwirte/Jäger und Co.

Kasey startet dieses aktuelle Problemthema: "Fakt hat einen Artikel auf Facebook eingestellt, der mich fassungslos macht: Tierhalter kritisieren oft, dass Bildaufnahmen von Missständen in den Ställen angeblich illegal entstanden seien. Tierschützer allerdings sehen manchmal keinen anderen Weg, Verstöße gegen Tierschutzgesetze aufzudecken… Wie ist Ihre Meinung dazu? Heiligt hier der Zweck die Mittel? [www.facebook.com] Fakt bringt sowieso in letzter Zeit nur solche Themen. Landwirte, Tierhalter, wer auch immer hier in landlive teilnimmt und das liest, bitte wacht auf! Auf Facebook geht allgemein die Post ab in Bezug auf Tierhaltung usw. Militante Vegan(isten) hetzen was das Zeug hält gegen Landwirte, überall geben sie ihren Senf dazu, so dass man den Eindruck bekommt ganz Deutschland will das, was die wollen. Hier gibt es eine neue Seite die dagegen kämpft: [www.facebook.com] " Lobbylandwirt meint: "Danke, dass Du das einstellst! Tierhalter, wacht auf, ist ein passender Aufruf! Mich hat erst einer gefragt, ob ich kein Penicillin G da hätte, um eine Panaritium-Kuh zu behandeln. Als ich ihm gesagt habe, dass ich seit vielen Jahren keine Medikamente mehr auf dem Hof hab, war er ganz verstört. " Und nurich schreibt: "Skandalbilder in einem Stall zu erzeugen ist keine Kunst, da man auf den Bildern ja immer nur einen Ausschnitt sieht. Die möglichkeit findet man in jedem Stall, ganz egal wie vorbildlich er geführt, welche Betriebsform, welche Größe. Ich bin auch nicht mit allem einverstanden was in der Landwirtschaft praktiziert wird, aber bei den Hetzkampagnen geht es, wie viele andere ja auch schon geschrieben haben, nicht um die Sache. Hier geht es um den Aufbau von Feindbildern, aber das ist ja nun auch kein rein landwirtschaftliches Phänomen."

Reserve-Antibiotika im Tierstall

Immenfreund schreibt: "Tierärzte verordnen Antibiotika, die Menschen vorbehalten sein sollten So die Schlagzeile heute. [www.swp.de] Da bin ich doch überrascht. Ein leichter Rückgang ist ja begrüßenswert. Im Grunde ist es jedoch eindeutig zu viel was an Antibiotika verabreicht wird, vor allem wenn man die langfristigen Auswirkungen betrachtet." Viehdokter antwortet: "Jaja, die bösen Tierärzte! Diese Studie geht von der Menge an verkauften Antibiotika aus. Auf den Medikamentenflaschen steht gerne der Hinweis: "Haltbarkeit nach erstmaligem öffnen des Behältnisses: 28 Tage " oder nach einer Überarbeitung der Zulassung eines Medikamentes eines schwäbischen Herstellers heißt es: "Restmenge nach Anbruch zu verwerfen !" 2x10ml für ein Kalb aus der 100ml-Flasche entnommen und die restlichen 60 ml landen im Müll und verfälschen die Statistik. In kleineren Flaschen gibt es die wenigsten Medikamente... Davon, daß die Humanmediziner beim kleinsten Schnupfen schon zur großen Keule mit Antibiotikum greifen, will ich hier jetzt nicht anfangen! Und Musang kommentiert es so: "Herrlich manipulativ, dieser Artikel. Zum einen, was soll der Verweis auf die durchschnittliche Dauer der Antibiotikagabe denn aussagen? Jeder Laie müßte aus der Humanmedizin wissen, daß eine Wirksamkeit nur gegeben ist, wenn diese Mittel über mehrere Tage nach Plan eingenommen werden müssen, um a) wirksam zu sein und b) um eben keine Resistenzen durch gescheiterte und wieder begonnene Kuren aufzubauen. Zum Nächsten: es fehlt eine Aufschlüsselung der Abgabemengen in die Bereiche Schlachttiere (incl.Zucht) und sonstige Tierhaltung. Ständig wird nur von Massentierhaltung geredet und Stimmung gemacht, der Antibiotikaeinsatz eignet sich ja gut dafür. Über den Einsatz von Fluorchinolone - jedem Kleintierhalter ein Begriff - bei Hunden Katzen, Vögeln, gelegentlich Pferden, wird verlogen geschwiegen."

weitere interessante Themen der letzten Woche:

Kontrovers extra/Gentechnik
https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/62647/page/1/

Russland stoppt den Import von EU-Agrarprodukten
https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/62664/page/1/

Rapsernte: Analysten rechnen mit Produktionsrekord
https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/62600/page/1/

Neue Pflicht für LKW-Fahrer - Landwirte ausgenommen
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