Login
Dorf und Familie

Heu für bayrische Schüler, stinkende Eber und Mehlwurmpasteten

mist
am
28.12.2012

Was ist von den Paketen vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium zu halten? Stinkt Eberfleisch immer? Sind Mehlwürmer die Nahrung der Zukunft?

Heu für Schulen
 
Belarus550 öffnet dieses Thema, er schreibt: "Das Bayerische Landwirtschaftsministerium hat 11.000 Päckchen an Grundschulen verschickt.Die Verwunderung war speziell in den ländlichen Gegenden recht groß, als man den Inhalt sah: Heu... Man hätte sich schon Gedanken gemacht, meinte eine Dame gestern im Radio. Sie wollten nicht einfach nur Infomaterial versenden, sondern auch die Sinne der Schüler ansprechen. Da ist man auf das Heu gekommen. Jeder hat eben einen anderen Blickwinkel... Das ausgegebene Geld hätte man sicher sinnvoller einsetzen können, meine ich." Lilli ist außer sich bei solchen Aktionen: "Ich bin empört über eine solche Aktion, dumm wie Bohnenstroh und werd' mich auch schriftlich beschweren, Postkartenaktion mal anders herum, sag ich mal, macht mit! Dieses Geld wäre sinnvoller woanders angelegt. Ich finde es toll, wie z.B. Bäuerinnen Unterrichtsstunden gestalten und ihre Höfe öffnen, dann zahlt denen ein paar Cent mehr Km-Geld oder so. Oder bezuschusst Ausflüge oder sonstwas, aber bitte keine Heubündel oder Malbücher". Und Notill ergänzt: "Diese Aktion gehört eindeutig ins Schwarzbuch der Steuerverschwendungen... zumindest der Teil, der in den Ländlichen Raum geschickt wurde. Andererseits hilft es in den Städten auch nix, wenn es dann nicht mal in die Realität geht."
mehr hier:                  https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/48090/page/1/

Akute Mastitis, ist die Melktechnik das Problem?

Staubfee hat ein Problem: "Ich bin ja nur Melkerin...aber bei mir im Stall häufen sich die Mastitisfälle enorm. Der Jungbauer meint... es liegt am 'Melker'. Mir is nur Schleierhaft wieso zu 90 Prozent nur linke Eutervierte betroffen sind. Ich hingegen sage immer, dass es auch an der Anlage liegen kann. Das man eigentlich nach ca. 750 'Benutzungen' die Zitzengummis wechseln sollte. Er meint, Silikongummis muss man nur wechseln, wenn sie kaputt sind. Ich weiss nicht mehr weiter. Der Altbauer ist auch der Meinung, dass es an der Anlage liegt und will 'nen Experten kommen lassen. Hat jemand von Euch Tipps?" flo87 meint: "Ich würde mal sagen, da liegst schon richtig mit deinen Vermutungen. Silikonzitzengummis sind auch ned länger haltbar wie normale. Aber Hauptgrund wird wohl an der Technik liegen. Schnellstmöglich prüfen lassen." Und Matthias schreibt: "Ich hab zwar mit Silikongummis keine Erfahrung, aber wie bekommt ihr mit, wann sie kaputt gehen bzw. wie (oft) wird das geprüft? Ansonsten würde ich der Reihe nach die Schläuche überprüfen und alles, was brüchig ist, wechseln und Pulsator überprüfen. Ich würde in jedem Fall mindestens einmal im Jahr die Melktechnik überprüfen lassen, entweder vom Service oder von einer unabhängigen Prüfstelle (LKV). Wenn sich die Mastitiden häufen, hast du das Geld sowas von schnell wieder drin. Habt ihr eine Melkzeugzwischendesinfektion?" Und Bauer1 gibt die Tipps: "Das Einfachste, was Du erstmal machen kannst ist, mit 'ner Taschenlampe (eine mit viel Licht) in die Melkbecher gucken, ob da evtl. in den Gummis ein Riss zu sehen ist. Evtl. das Gleiche mal bei eingeschalteter Melkanlage machen. Als nächstes steckst Du mal Deine Daumen in die Melkbecher, wenn die Anlage eingeschaltet ist. Hierbei merkst Du, ob der Puls auch überall gleich ist. Und dann gehst Du hin und hälst ein Melkzeug in der Position, wie es auch unter ner Kuh hängt, nimmst 'nen Blindstopfen und machst nacheinander die Melkbecher zu und biegst den Milch- und Luftschlauch dieses Bechers in alle Richtungen. Wenn Du löchriges Material entdeckst, sofort austauschen. (letztere Maßnahme kannste zur Not auch während des Melkens machen). Sollten mehrere Schläuche und Zitzengummis defekt sein, ist es sinnvoller, gleich alles zu wechseln.Die Anlage mal durchchecken zu lassen macht schon Sinn, dazu mit einbezogen werden sollte aber auch eine Überprüfung der Reinigungsmittelmenge im Spülwasser." 

Sind Eber grundsätzlich Stinker ?

BienenFrank  fragt: "Ein Freund hat noch zwei große Eber (je ca. 150 kg), bei denen bei der Kastrierung etwas schief gelaufen ist. Ich kann sie zur Verwurstung bekommen, habe jedoch Angst vor "Stinkern". Sind grundsätzlich alle erwachsenen Eber "Stinker", oder handelt es sich dabei nur um Einzelfälle? Ein bekannter Jäger berichtete mir von rauschigen Keilern, welche er immer über eine Woche abhängen lässt, dann sei es kein Problem mehr. Verwurstung versuchen, oder lieber Finger weg?" Freisinger antwortet: "Hm... mit Prozent-Zahlen kann ich nicht aufwarten, aber bei dem Gewicht ist's schon sehr gefährlich, wennst es riechst ist schon zu spät." Und DWEWT schreibt: "Der sogenannte Ebergeruch wird maßgeblich bestimmt durch die Komponenten Androstenon und Skatol. Während man das Skatol auch bei weiblichen und kastrierten Schweinen nachweisen kann, ist das Androstenon, als Abbauprodukt des Sexualhormons Testosteron, nur bei fertilen männlichen Schweinen nachweisbar. Mit zunehmendem Alter und Gewicht, nimmt die Wahrscheinlichkeit des Stinkens zu. Dazu kommt noch, dass das Androstenon im Fett gespeichert wird, womit fetten alten Ebern ein ganz besonderes Oder zu eigen ist. Die von Dir erwähnten 150kg-Eber werden also mit hoher Wahrscheinlichkeit auch schlachtkörpermäßig geruchlich auffallen. Wenn das Fleisch nicht erhitzt wird, kann es normal verarbeitet werden. Das Nichterhitzen gilt jedoch auch für alle Verarbeitungsprodukte." 2011 gibt den Tipp: "Verkauf die Eber lieber als Schlachteber, dann bist Du sie los und kannst Dir für das Geld ein oder zwei normale Mastschweine kaufen (bei zwei halt etwas Geld drauflegen). Dann hast Du gute Wurst und gutes Fleisch und deine Arbeit lohnt sich."

Mehlwurmpasteten für die Flächenfetischisten!

Tuxo weist auf einen Artikel der Süddeutschen Zeitung hin und schreibt provokant: "So, das habt ihr nun davon. Ihr da, die ihr fortwährend predigt, die Flächen sind zu knapp, wir kriegen die wachsende Menschheit nicht ausreichend mit tierischen Protein vollgestopft. Jetzt gibts von den Holländern die Quittung, Mehlwurmpasteten als besonderen Festtagsschmaus. Lasst es euch schmecken, ihr habt es euch verdient!" Notill antwortet: "Finde ich toll! Wieviel Mehl brauchen die für die Produktion? Ich hab noch Weizen liegen. Ach ja... wie lange wird es wohl dauern, bis es Tierhaltungsbestimmungen zur Mehlwurmproduktion gibt? Sind eigentlich die Fachkräfte von Müllerbrot noch verfügbar? Die haben doch da Erfahrung auf dem Gebiet? In diesem Sinne, ein nicht allzu ernstes Weihnachstfest..."  meinereiner77 ergänzt: "Nachdem das ja ein ganz neuer Betriebszweig ist, wäre auch zu überlegen, ob man nicht schon vorab eine Gesprächsrunde mit allen Vertretern (BBV, Tierschützer, LKV, Staat) abhält, bei der alle Rahmenbedingungen festgelegt werden, wie z. B. Tieranzahl/m², Mindestmehlmenge/Tier, wieviele Tiere sind ein GV, usw. Ich denke die Haltung wäre gerade für Betriebe mit beengten Verhältnissen im Innerortsbereich interessant, weil es wohl kaum Probleme mit Immissionen gibt. Auch die Futtergrundlage ist relativ einfach sicherzustellen. Ich glaub, ich steig da ein, das sieht vielversprechend aus!"

Zweites Ventil in Felge

Schumi möchte einen Rat von den Landliveusern: "Wir haben ein kleines Problem bei unserem neuen Schlepper (Fendt). An der Hinterachse sind die Reifenventile an der Innenseite (auf der Seite der Kotflügel) montiert. Somit sind diese sehr schlecht erreichbar (anpassen des Luftdruckes über Schnellkupplungen). Das Drehen der Felgen ist jedoch nicht möglich, da über die Einpresstiefe der Felgen der Schlepper schmal gehalten wurde (wegen 2,4m Frontmähwerk). Ich hatte die Idee (wie ich auch bereits im Internet gelesen hab), auf das vorhandene Ventil einen Schlauch zu montieren, welcher dann durch eine vorhandene Bohrung in der Felge auf die Außenseite geführt wird. Jedoch hab ich hierbei Bedenken, dass sich hier ein Ast (bei Waldarbeit) oder sonstiges reinhängen kann und so das Ventil beschädigen, abreisen kann. Eine andere Idee wäre ein zweites Ventil auf der Außenseite der Felge zu installieren, was natürlich eine Bohrung notwendig macht." CF schreibt: "Wieso solte es ein Problem geben ein neues Loch in die Felge zu bohren? 16mm Loch-LKW Ventileinsatz reingeschraubt und gut ist!? Sollte eigentlich in bezug auf Unwucht nicht spürbar sein, falls du da Bedenken haben solltest und von der Dichtigkeit ebenso, wenn es vernünftig gemacht wird! Ich würde mich mal beim Reifendealer meines Vertrauens beraten lassen und dann wirst du da auch bestimmt nen Lösungsvorschlag bekommen! Für Forsteinsätze ein Rohrende aufschweißen mit einem geschraubten Stahldeckel, dann reißt auch nichts ab!"
Mehr hier:         https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/48178/page/1/
Auch interessant