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Polizeimeldungen

Hilflos: Schaf und Pferd in Not

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Eva Eckinger, agrarheute
am
22.04.2016

Gleich zwei hilflose Tiere mussten am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen gerettet werden. Ein Schaf hatte sich in einem Zaun verfangen und ein 900 Kilogramm schweres Pferd befand sich ebenso in einer misslichen Lage.

Wie die Polizei Düsseldorf berichtet, mussten die Beamten am Mittwoch zu Beginn ihres Frühdienstes zu einem besonderen Einsatz ausrücken. Bei Oberkassel hatte sich ein Schaf "Am Pappelwäldchen" in einem Zaun verfangen. Das verängstigte Tier konnte sich selbst nicht mehr befreien.

Es war mit beiden Vorderläufen in die Einzäunung geraten und hatte sich daraufhin im Zaun fast stranguliert. Mit einem Messer konnten die "Retter in der Not" den Zaun gerade noch rechtzeitig durchschneiden. Das Tier blieb glücklicherweise unverletzt und kam zwar mit weniger Wolle, aber dem Leben davon, so die Polizei Düsseldorf.

900 Kilogramm: Pferd konnte nicht aufstehen

Ebenfalls in Nordrhein-Westfalen hatte es die Feuerwehr Gelsenkirchen mit einem tierischen Einsatz zu tun. Am frühen Mittwochabend erreichte ein Anruf von einem Reiterhof in Beckhausen die Leitstelle. Seit mehreren Stunden lag die 15-jährige Stute "Nanni" hilflos auf der Seite und konnte aus eigener Kraft nicht wieder aufstehen.

Alle Versuche der anwesenden Pferdebesitzer des Reiterhofes, das gut 900 Kilogramm schwere Tier selbst wieder aufzurichten, waren gescheitert.

Kein fester Boden durch Ackerfurche

Wie die Feuerwehr weiter berichtet, lag die Stute so ungünstig am Rande einer Ackerfurche, dass sie keinen festen Boden unter die Hufe bekam. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war das Tier bereits stark erschöpft. Nachdem ein Tierarzt die Stute begutachtet hatte, entschied man sich für einen ersten Versuch, sie wieder aufzurichten.

Dafür war aber zunächst weitere Hilfe nötig und so eilten elf zusätzliche Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr zur Unterstützung der Rettungsmaßnahmen herbei.

Rettung mit Feuerwehrschläuchen und Muskelkraft

Dann wurden zwei breite Feuerwehrschläuche unter dem Pferd hindurchgezogen und mit vereinter Muskelkraft von zehn Feuerwehrmännern gelang es schon im ersten Versuch, Nanni aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Überglücklich führten die Pferdebesitzer die unverletzte Stute auf die nahe Pferdekoppel, wo Nanni schon kurze Zeit später wieder einige Runden laufen konnte, so die Feuerwehr Gelsenkirchen.

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