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Umwelt

Hitzegewitter: Hier kracht's richtig

von , am
10.08.2015

Viele Menschen warten auf das Ende der Hitzewelle und hoffen auf normale Sommertemperaturen. Allerdings muss sich vor einer Abkühlung die Luft erst entladen.



In der ersten Wochenhälfte kracht es gewaltig über Deutschland. Es drohen fast überall kräftige Gewitter, Starkregen und Hagel, weil kalte und warme Luftmassen aufeinanderprallen. "Kühle Meeresluft schiebt sich unter heiße Saharaluft. Mächtige Umwälzungen und somit Auf- und Abwinde sind die Folge", erläuterte Meteorologe Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach". Die ersten Gewitter entladen sich am Montag voraussichtlich über dem Westen. Von dort ziehen sie langsam ostwärts. In Bayern und Sachsen erwartet der DWD Temperaturen um die 36 Grad. An der Küste sind nur 20 Grad drin. Der Dienstag präsentiert sich mit einem Mix aus Wolken, Gewittern und Regenschauern. Erst am Mittwoch zeigt sich wieder mehr die Sonne und die Gewitter verziehen sich allmählich.

Aktuelle Wetter- und Warnlage

Westen:
Im Westen und Nordwesten teils gewittriger Regen. Heute Nachmittag fällt im äußersten Westen gebietsweise Regen, sonst bilden sich zum Abend hin wieder Schauer und Gewitter mit Unwettergefahr vor allem im Westen und Nordwesten. Dabei sind lokal sehr große Niederschlagsmengen von mehr als 25 mm in einer Stunde durch heftigen Starkregen möglich, aber auch Hagel und schwere Sturmböen oder orkanartige Böen sind nicht ausgeschlossen.
 
Süden:
Auch im Süden und über der Mitte können sich im Tagesverlauf einzelne, teils kräftige Gewitter bilden, die aufgrund von heftigem Starkregen und im südlichen Baden-Württemberg sowie in Alpennähe durch größeren Hagel lokal unwetterartig ausfallen können. Im Süden ist erneut mit einer starken Wärmebelastung zu rechnen. In Bayern steigen die Temperaturen gebietsweise auf über 35 Grad.
 
Osten:
Auch im Osten ist erneut mit einer starken Wärmebelastung zu rechnen. In Sachsen steigen die Temperaturen gebietsweise auch auf über 35 Grad.
 
Norden:
In der Nacht zum Dienstag zieht der teils gewittrige Regen allmählich über die nördliche Mitte hinweg Richtung Nordosten. Dabei sind lokal Unwetter durch heftigen Starkregen möglich. Auch im Süden hält die Gewittertätigkeit zunächst noch an. Dabei muss örtlich weiterhin mit Unwettern durch Starkregen und Hagel gerechnet werden.
 
Vor allem im Süden, Südwesten und in der Mitte einzelne kräftige Gewitter. Im Süden und Osten starke Wärmebelastung.  

Chaos in Baden Württemberg

Hitzegewitter haben in vielen Landesteilen Baden-Württembergs Schäden angerichtet. Blitze schlugen in Häuser und Stromleitungen ein - sie entfachten Brände, legten Telefonanlagen lahm und störten den Schienenverkehr, wie Polizei und Feuerwehren mitteilten. Starkregen und Hagelschauer wurden von stürmischen Böen begleitet. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnisse der Polizei niemand. Die Schäden lassen sich bisher nicht beziffern. Am Frankfurter Hauptbahnhof läuft der Bahnverkehr nach Ausfällen durch Hitzeschäden inzwischen wieder weitgehend normal.
Die Reparaturarbeiten sind nach Angaben der Deutschen Bahn abgeschlossen. "Im Regional- und S-Bahn-Verkehr sind alle Linien pünktlich. Im Fernverkehr kann es noch zu Verspätungen kommen", sagte ein Sprecher am Montagmorgen.
 
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