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Hochbeet bepflanzen im März: Schritt für Schritt Anleitung

Ab wann kann man ein Hochbeet bepflanzen? Sind ähnlich wie beim Beet am Boden Fruchtfolgen einzuhalten? Wie schützt man sein Hochbeet am besten vor Frost? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich Corina und Eva von kraut&rüben in diesem Video. Mit ihrer Schritt für Schritt Anleitung wird gärtnern kinderleicht.

am Samstag, 03.04.2021 - 08:15

Ab wann kann man ein Hochbeet bepflanzen? Welche Fruchtfolgen sind einzuhalten und wie wird das Hochbeet am besten vor Frost geschützt?

Corina und Eva von kraut&rüben zeigen und erklären im Video, wie Sie das Hochbeet in Ihrem Garten mit Gemüse bepflanzen können, das kühlere Temperaturen gut verkraften kann. So kann das Hochbeet bereits im März bepflanzt werden. Die Empfehlung der Beiden: Das Gemüse dann relativ früh wieder abernten. 

Im zehnmütigen Video geben die Beiden noch weitere Tipps und Tricks an die Hand, wie das Hochbeet bereits ab März am besten bepflanzt werden kann.   

Wie bepflanzt man ein Hochbeet? 

Corina und Eva arbeiten sich im Video von den äußeren Reihen nach innen vor:

Zunächst setzen sie in die beiden äußersten Reihen ihres Hochbeets Spinatsamen. Die Samen werden in relativ engem Abstand und nah beieinander ausgesät. Es empfiehlt sich den Spinat recht jung zu ernten, am besten an einem eher sonnigeren Nachmittag. Somit wird eine übermäßige Anreicherung von gesundheitsschädlicher Oxalsäure vermieden. 

Neben die Spinatreihen wird eine Reihe Salat-Jungpflanzen gesetzt, im Reihenabstand von ca. 20 cm. Zu beachten ist hierbei, dass das Herz des Salates nicht unter der Erde liegt, sonst entsteht Fäulnis an den unteren Blättern.  

Die nächsten Reihen bepflanzen Eva und Corina mit Möhren. Hierfür verwenden sie Saatbänder, auf denen die Samen schon im richtigen Abstand in das Papier eingearbeitet sind. Die Bänder werden in eine nicht allzu tiefe Rille gelegt, angegossen und mit Erde bedeckt. Die Rillen ziehen die zwei Garten-Expertinnen mit der Rückseite ihrer Gartengeräte. 

Zwischen die Möhren und die Salatreihen setzten Corina und Eva Radieschen-Samen, mit ca. 5cm Abstand zwischen den einzelnen Körnern.  Die nächsten Reihen werden mit Pflücksalat besetzt. In eine flache Rille, da Salate Lichtkeimer sind, werden die Samen dicht gelegt, leicht festgedrückt und mit wenig Erde bedeckt. 

In die letzte Reihe in der Mitte des Hochbeetes setzen Corina und Eva Kohlrabi-Jungpflanzen im Abstand von ca. 20 cm voneinander. Als Maß benutzen die beiden den Abstand von Daumen und kleinen Finger im gespreizten Zustand.  

Zu guter Letzt wird noch gegossen, um eine ausreichende und gleichmäßige Wasserversorgung zu gewährleisten. Wurzelgemüse wie Radieschen werden so nicht holzig und bleiben zart. 

Vier weitere Tipps - Das sollten Sie beim Bepflanzen beachten

Welche Sorten eignen sich für die Saat im März?
Als Pflanzen eignen sich hervorragend Kopf- und Pflücksalate. Wurzelgemüse wie Radieschen, Kohlrabi oder Möhren wachsen auch unter kühleren Bedingungen problemlos. Auch Spinat kommt mit dem kälteren Wetter gut zurecht. Ein Frostschutz ist aber dennoch unabdingbar im Frühjahr. Nicht selten kommt es im März noch zu Temperaturen unter Null Grad, was an den empfindlichen Wurzeln und jungen Blättern zu Frostschäden führen kann. 

Wie bereitet man ein Hochbeet vor? 
Im vergangenen Jahr hatten Corina und Eva das Hochbeet bereits vorbereitet und verschiedene Schichten bestehend aus Gehölzschnitt, Laub und Kompost. Mit der Zeit sind diese Naturstoffe verrottet und die Schichtung ist zusammengesackt. So entstand lockerer Humus. Alle 5-7 reicht es, ein Hochbeet so mit Nährstoffen anzureichern. Etwas groben Kompost und Staudenschnitt im Herbst einfüllen, reicht vollkommen aus, um das Hochbeet fit für den Frühling zu machen. Die zusammengesackte Fläche wird mit guter, feinkrümeliger Gartenerde aufgefüllt. 

Ist eine Fruchtfolge zu beachten?
In einem Beet am Boden empfiehlt es sich eine Fruchtfolge einzuhalten. Das heißt, das Pflanzen derselben Familie nur mit Jahren Abstand zueinander auf derselben Stelle gesät werden. So wird eine übermäßige Beanspruchung der Nährstoffe im Boden vermieden und Krankheitsdruck kann verringert werden.  
Im Hochbeet allerdings ist diese Regelung nicht notwendig, da durch die frische Erde und die Anreicherung der Erde mit Humus für eine ausreichende Nährstoffversorgung gesorgt ist. Die Reihung sollte dennoch abgewechselt werden.  

Wie schützt man Hochbeete vor Frost?
Eva und Corina bauen sich aus einem Laubkomposter und einem Stück Flies hierfür einen Frostschutztunnel. Das Gitter des Komposters wird nach dem Bepflanzen wie ein Tunnel über das Hochbeet gestellt und mit dem Flies bedeckt. An sonnigen Tagen oder zum Gießen kann dieses einfach entfernt werden, schützt an kalten oder frostigen Tagen aber zuverlässig vor Frostschäden. 

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