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Vandalismus

Hochsitze angesägt: 23-Jähriger verurteilt

Beschädigter Hochsitz
am Donnerstag, 13.02.2020 - 09:31 (Jetzt kommentieren)

Ein Student wurde wegen Vandalismus zu einer Geldstrafe verurteilt. Er hatte mehrere Hochsitze umgeworfen, zersägt oder mit Farbe beschmiert.

Wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet, hat das Amtsgericht Papenburg ein Urteil im Prozess um angesägte Jagdhochsitze in Niedersachsen gefällt. Ein 23-Jähriger wurde wegen Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.250 Euro verurteilt. Die Strafe erfolgt in 150 Tagessätzen á 15 Euro.

Die Polizei Emsland hatte mit einem Fahndungsfoto nach dem Mann gesucht.

Vandalismus: "Jagdgegner und Tierschützer"

Jagdgegner

Der Student hat am Donnerstag seine Taten gestanden. Insgesamt 13 Mal beschädigte er unter anderem in Heede, Lorup und Werlte Jagdstände. Vor etwa einem Jahr habe er in verschiedenen Revieren Hochsitze umgeworfen, zersägt oder mit Farbe beschmiert.

Vor Gericht bezeichnete er sich selbst als "Jagdgegner und Tierschützer". Um deutlich zu machen, wie sehr er Jäger missachtet, hatte er auf einige Hochsitze das Kürzel "ALF" sowie „Fuck Hunters gesprüht. Das steht für Animal Liberation Front, eine Gruppe selbsternannter Tierbefreier.

Sachschaden durch zerstörte Hochsitze

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück vermutete in ihrer Anklage, dass der Student Komplizen hatte, berichtet der NDR. Das bestritt der 23-Jährige jedoch vehement.

Durch die zerstörten und beschmierten Hochsitze ist nach Angaben des Gerichts ein Schaden in Höhe von mindestens 6.500 Euro entstanden. Die Jagdpächter prüfen derzeit ihre Ansprüche gegen den 23-jährigen Mann.

Mit Material von NDR, Polizei Emsland

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