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Hochwasser: Milch muss mit Boot abgeholt werden

Hochwasser am Rhein
Symbolbild/Rhein bei Rees © ah/Helmut Krasemann/youtube.com
von am
11.01.2018

Der Rhein hat durch sein Hochwasser in Nordrhein-Westfalen ganze Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten. Die Milch der örtlichen Landwirte wird per Boot ans Festland befördert.

Das Hochwasser hat Teile Deutschlands nach wie vor im Griff. Wie die NRZ berichtet, hat der Rhein bei Rees in Nordrhein-Westfalen die Ortschaft Grietherort von der Außenwelt abgeschnitten und sie zur Insel gemacht. Unter anderem das THW befördert nun die Milch der dortigen Landwirte per Boot ans andere Ufer nach Grietherbusch.

Milch wird 900 Meter ans Festland gefahren

Die Milch muss laut NRZ mit einem Boot über 900 Meter ans "Festland" transportiert werden. Die Fahrt dauere 20 Minuten. Doch die Landwirte der Ortschaft bleiben gelassen. Es sei nicht ungewöhnlich, dass sie durch das Hochwasser des Rheins und die Überschwemmung der umgebenden Flächen abgeschnitten werden. Und die Pegel würden ohnehin schon wieder sinken.

Landwirte beladen Boot mit Milch

Das 70 PS starke Boot ist mit drei jeweils 1000 Liter fassenden Tanks bestückt. Begleitet wird es aus Sicherheitsgründen von einem THW-Schlauchboot, dass das Boot vor dem Abtreiben in der starken Strömung schützen soll. Die Landwirte transportieren anschließend die Tanks mit dem Traktor an Land und beladen das Boot mit den aufgefüllten Behältern aufs Neue.

Die Prozedur dauere Stunden, so die NRZ. Die Hoffnung: Spätestens am Freitag wollen die Milchwagen wieder direkt zu den Höfen fahren.

Mit Material von NRZ

Wetter: Hochwasser und Überschwemmungen

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