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Umwelt

Hochwasserschutz: Karten für Niedersachen sind da

von , am
23.01.2014

Norden - Das Freihalten der Überschwemmungsgebiete gilt als der beste Hochwasserschutz. Für Niedersachsen sind entsprechende amtliche Karten verfügbar.

Juni 2013: Land unter in Niedersachsen. © Mühlhausen/landpixel
Umfangreiche Messungen und Berechnungen sind Grundlage der Ermittlung von Überschwemmungsgebieten in Niedersachsen. Diese werden durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) landesweit vorläufig gesichert. Die Gebiete gelten damit bis zur endgültigen Verordnung als festgesetzt.
 
Die Grenzen der Überschwemmungsgebiete ergeben sich aus einem Hochwasser, das statistisch alle hundert Jahre eintritt.

NLWKN liefert Daten an die Unteren Wasserbehörden

Der NLWKN versteht sich dabei als Dienstleister, der den Unteren Wasserbehörden, den Landkreisen, kreisfreien Städten und großen selbstständigen Städten als fachliche Vorarbeit die sogenannte HQ100-Linie liefert und diese Gebiete vorläufig sichert.
 
Die Unteren Wasserbehörden führen anschließend auf dieser Grundlage ein förmliches Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung zur endgültigen Festsetzung der Überschwemmungsgebiete durch.
 
Für die Ausweisung von Überschwemmungsgebieten gelten einheitliche Kriterien. "Überschwemmungsgebiete sind ein wichtiger und unentbehrlicher Baustein im vorbeugenden Hochwasserschutz", heißt es in einer Mitteilung des NLWKN.

Überschwemmungsgebiete sind festgesetzt

Bei der Ausweisung von Überschwemmungsgebieten wird in den amtlichen Verordnungskarten nur das dargestellt, was sich in der Natur bei entsprechenden Wasserständen von selbst einstellt. Kurzum: Überschwemmungsgebiete werden bei Hochwasser immer überschwemmt - auch ohne staatliche Ausweisung.
 
Ein festgesetztes Überschwemmungsgebiet hat aber einen entscheidenden Vorteil: Wer das im Hochwasserfall überschwemmte Gebiet kennt, kann schon im Vorfeld die Schäden minimieren. Sei es durch eine Einschränkung der Baumaßnahmen oder eine Änderung der Nutzung.
 
Die Verordnungstexte und die Arbeitskarten können bei den jeweiligen Kommunen eingesehen werden. Außerdem stehen die Grenzen der Überschwemmungsgebiete auf der Homepage des NLWKN.
 
Hier geht es zur Homepage: www.nlwkn.niedersachsen.de. Sie können auch einen Kartenserver nutzen. Klicken Sie hier: Kartenserver des MU

Vorläufig gesicherte Gebiete

Der NLWKN in Cloppenburg hat in den Landkreisen Osnabrück und Vechta folgende Überschwemmungsgebiete vorläufig gesichert:
 
Das Überschwemmungsgebiet des Engterbaches im Landkreis Osnabrück liegt auf dem Gebiet der Stadt Bramsche. Das Überschwemmungsgebiet hat eine Gewässerlänge von knapp über acht Kilometer. Die Veröffentlichung im Nds.-MBl. war am 15. Januar.
 
Das Überschwemmungsgebiet der Schlochter Bäke im Landkreis Vechta befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Goldenstedt und der Stadt Vechta. Das Überschwemmungsgebiet hat eine Gewässerlänge von neun Kilometer. Die Veröffentlichung im Niedersächsisches Ministerialblatt (Nds.-MBl.) war am 15. Januar 2014.
 
Der NLWKN in Oldenburg hat in den Landkreisen Ammerland und Oldenburg, sowie in der Stadt Oldenburg folgende Überschwemmungsgebiete vorläufig gesichert:
 
Das Überschwemmungsgebiet der Ollenbäke im Landkreis Ammerland liegt auf dem Gebiet der GemeindeBad Zwischenahn und der Stadt Westerstede. Es erstreckt sich über rund neun Kilometer. Die Veröffentlichung im Nds.-MBl. erfolgte am 22. Januar 2014

Das Überschwemmungsgebiet der Bümmersteder Fleth liegt auf dem Gebiet der Stadt Oldenburg und der Gemeinde Wardenburg. Es erstreckt sich über knapp zwei Kilometer. Die Veröffentlichung im Nds.-MBl. erfolgte am 22. Januar 2014.

Neuanfang im Flutgebiet (September 2013)

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