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Umwelt

Hochwasserwelle der Vechte auf Weg in die Niederlande

von , am
31.08.2010

Norden/Osnabrück/Meppen - Die Hochwassersituation in Niedersachsen entspannt sich. Die Scheitelwelle der Vechte passiert derzeit den Raum Emlichheim und verlässt Deutschland in Richtung Niederlande.

Mit einem Pegelstand von 4,30 Meter an der Ortslage liegt die Vechte knapp über der Meldestufe Zwei. "Das wird vermutlich auch so bleiben, so dass wir in Emlichheim keine größeren Ausuferungen zu erwarten haben", erläuterte Bernd Zummach von der Betriebsstelle Meppen des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz).

Im Verlauf der niedersächsischen Vechte und an der Dinkel hatten die Starkregenereignisse der vergangenen Woche Überflutungen verursacht, von denen unter anderem auch Teile der Stadt Nordhorn betroffen waren. "Die Abflüsse im Raum Ohne hatten das Niveau eines Hochwassers, wie wir es statistisch etwa einmal in 200 Jahren zu erwarten haben", ergänzte Zummach.

Im Raum Osnabrück sinken die Pegel

Im Raum Osnabrück sinken die Pegel ebenfalls: Wersen an der Düte und Eversburg liegen mittlerweile unterhalb der Meldestufen, lediglich der Pegel Lüstringen lag Montag mit 2,27 Metern noch über Meldestufe zwei. "Die relativ geringen Niederschläge von rund fünf Millimetern im Raum Osnabrück haben die Situation nicht wieder verschärft", berichtete Michael Klaus von der Betriebsstelle Cloppenburg des NLWKN. Allerdings werden die Pegel nach Meinung der Experten in den nächsten Tagen nur langsam sinken: "Das Wasser wird jetzt aus der Fläche in die Gewässer fließen, so dass wir auch in den nächsten Tagen noch erhöhte Wasserstände haben werden", betonte Klaus.

Doch die Gefahr ist noch nicht vorüber 

Unterhalb Osnabrücks staute das Hochwasserrückhaltebecken Alfhausen-Rieste in den letzten Tagen rund zwölf Millionen Kubikmeter Wasser ein, um größere Überflutungen von den Unterliegern an der Hase im Raum zwischen Bramsche und Meppen fernzuhalten. Das Wasser soll in den kommenden Tagen kontrolliert abgelassen werden. Im südlichen Niedersachsen, sowie an der Elbe und im Nordwesten des Landes hatten die Niederschläge der vergangenen Woche keine gravierenden Hochwasserereignisse hervorgerufen. Der NLWKN war über das gesamte Wochenende in Bereitschaft und wird die Situation weiter beobachten. (pd)

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