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Blog Karina

Erster Schnitt in Hanglage - Hofheld-Special 1. Schnitt

Bloggerin Karina hat beim ersten Schnitt eine besonders schöne Aussicht auf die Berge der Steiermark. Aus ihren Highlights haben wir eine Bildergalerie für euch erstellt. Einfach mal zurücklehnen und genießen!

am Donnerstag, 10.06.2021 - 14:30

Griass eich!

An Fronleichnam  wagten wir uns an den ersten Schnitt. Etwas früher als erwartet und sehr spontan kam die Entscheidung, doch einen Großteil der Flächen zu mähen und zu silieren. Gemäht wurde in zwei Etappen. Vorher hatten wir schon schrittweise etwas Grünfutter abgeerntet. Ein Teil steht noch, den wir gerne als Heu einfahren möchten, wenn das Wetter mitspielt.

Das erste Mal war etwas nervenaufreibender als das zweite. Es war relativ nass und dementsprechend nicht ganz unkompliziert. Ich musste meinen Vater eine Zeit lang beim Mähen ablösen und das sieht zwar so einfach aus, in Wirklichkeit erforderte es meine volle Konzentration. Die Fläche hatte ich vorher noch nie gemäht und es gibt schon einiges, worauf wir achten müssen und das auf unserem kleinen Berg etwas anders läuft als auf der Ebene.

Denn durch die Hangneigung sind nicht nur Zwillingsreifen, sondern auch die Lenkbremse für uns unverzichtbar. Einerseits muss man die Zusatzbreite der Zwillingsräder berücksichtigen, andererseits ist es auch nötig, bei talseitigem Mähwerk die oberen Räder mit der Lenkbremse dosiert zu bremsen. Ansonsten kann sich der Traktor nicht in der Spur halten. Einmal nicht genug gebremst und schon zieht einem das Mähwerk das Heck runter.  

Schockmoment: der Traktor kommt ins Rutschen!

Außerdem muss man ziemlich gut aufpassen, nicht zu stark einzuschlagen, um die Grasnarbe nicht zu schädigen. Das Umdrehen ist also ein wenig knifflig und ich erlebte dabei auch einen ordentlichen Schreckmoment. Der Traktor hatte sich gerade hinaufgedreht und plötzlich kam ich ins Rutschen. Es fühlte sich an, als wären meine Reifen eingeseift. Lenken? Fehlanzeige. Bremsen? Wirkungslos. Der Traktor rutschte über das nasse Gras immer weiter Richtung Steilhang und ich versuchte einfach nur, anzuhalten.  

Geschätzte 10 – 15 Meter rutschte der Traktor, ehe ich ihn endlich stoppen konnte, aber danach brauchte ich erstmal ein paar Minuten, um mich zu beruhigen. Das war einfach ein Schockmoment, der sicher niemanden kaltgelassen hätte. Eigentlich wäre ich gerne ausgestiegen, aber ich konnte mich dann doch überwinden, noch weiterzumähen.

Das war zwar nicht das erste Mal, dass mir der Traktor abgerutscht ist, aber es hat mich dann doch nachhaltiger beschäftigt. Warum es passiert ist, weiß ich nicht. Wahrscheinlich waren die nassen Mahden und das Gewicht des Mähwerks nicht ganz unschuldig daran.

Achtung, Ballen fangen

Ich war aber trotzdem froh, als mich mein Vater wieder ablöste und ich das Mähwerk gegen den Geotrac 74 mit Zetter tauschen konnte. Am Abend konnte bereits geschwadet werden. Hier hatten wir auch netterweise Unterstützung von einem Bekannten.

Die Ballenpresse war für den nächsten Mittag bestellt, um noch vor dem angekündigten Regen fertig zu werden. Hier war mein Vater dann auch nochmal mit dem Traktor im Einsatz: Damit die Ballen sich nicht verselbstständigen, „fangen“ wir sie ab, sobald sie ausgeworfen werden und fahren sie zu einer ebeneren Stelle, wo dann auch gewickelt wird.

Dieses Schauspiel wiederholte sich diese Woche nochmal, aber im kleineren Rahmen und etwas nervenschonender, weil der Wetterbericht diesmal schönes Wetter meldete J.

Insgesamt kamen 61 Ballen zusammen. Die Menge passt und die Qualität ist für uns auch in Ordnung. Jetzt hoffen wir nur noch auf  ganz viel Sonne fürs Heumachen.

Bis bald,

eure Karina

Was sonst noch alles bei Bloggerin Karina in der Steiermark passiert, das liest du auf ihrer Autorenseite.