Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Blog Karina

Groamat: Später 2. Schnitt und Heu für die Kälber

Hofheldin Karina hat ihren 2. Schnitt drin - dank des Wetters in guter Qualität und mit erstaunlich wenig Stress.
am Mittwoch, 27.07.2022 - 10:40 (Jetzt kommentieren)

Karina ist mit ihrem zweiten Schnitt durch und hat jetzt auch bestes Heu für ihre Kälber. Selten war eine Grasernte so stressfrei.

Hallo liebe Hofhelden!

Während Kolleginnen und Kollegen anderswo schon ihren 3. Schnitt einfahren, sind wir endlich mit unserem zweiten Schnitt durch! Und der war wahrscheinlich das komplette Gegenteil vom Ersten.

1,5 ha hatte Karina diesmal zu mähen. Wie immer mit leichter Schräglage :- )

Beim ersten Schnitt gab es kaum sonnige Tage, alle Arbeiten wurden im Turbotempo erledigt, um ja alles trocken heimzubringen (was auch geglückt ist!). Um das zu schaffen, haben wir auf drei Mal gestaffelt gemäht, zuerst zweimal für Silage, danach fürs Heu. Das Futter war schon mehr auf der groben Seite, aber insgesamt in Ordnung und mit dem Ertrag waren wir zufrieden.

Warm und trocken - gut fürs Heu

Beim zweiten Schnitt dagegen hatten wir schönstes Wetter, vor allem fürs Heu. Auch diesmal konnten – oder mussten – wir die Silage an einem Tag unter Dach und Fach bringen, sonst hätten wir Gärheu eingefahren, so gut haben Wind und Sonne ihre Arbeit gemacht. Diese Chance haben wir genutzt und uns besonders dem Kälberheu gewidmet.

Kälberheu: Nur das beste aus dem Groamat

Samstags wurde auch eine Fläche von rund 1,5 Hektar für das Kälberheu gemäht. Das Heu für die Kälber machen wir aufgrund feineren Struktur und der längeren Schönwetterperioden immer erst aus dem Groamat – dem zweiten oder dritten Schnitt.

Die Fläche für die Grasernte war diesmal etwas größer als üblich. Da wir zum Glück mit ausreichend Regen gesegnet waren, ist das Gras fleißig gewachsen und war dann bald schon etwas zu lang für die Beweidung. Durch die Portionsweidehaltung sind wir hier sehr flexibel und haben kurzerhand die Zäune abgebaut, sodass das Mähwerk freie Bahn hatte. Beim Heu konnten wir es beim jetzigen Schnitt etwas entspannter angehen. Statt wie beim ersten Schnitt zweimal täglich Heu wenden, reichte diesmal eine Überfahrt pro Tag aus.

Lockere Schwaden, einmal am Tag wenden - dank des guten Wetters war das Heu diesmal pflegeleicht.

Montagabend wurde das Heu auf Nachtschwaden gelegt und am nächsten Morgen locker verteilt, damit noch der letzte Rest Feuchtigkeit gut wegtrocknen konnte. So konnten wir mittags dann mit der Ernte beginnen. Das ganze Heu haben wir mit unserem Ladewagen eingefahren und lose im Heustadl eingelagert.

Guten Appetit, Kälber!

Karinas Kühe und Kälber freuen sich auf ihr Heu!

Das Gras war beim zweiten Schnitt relativ fein, sodass der Ertrag zwar nicht ganz so üppig, die Qualität dafür aber sehr zufriedenstellend war. Ich bin zuversichtlich, dass die Kälber das auch so sehen und sich ihr Heu richtig schmecken lassen werden. Jetzt hoffen wir nur noch auf Regen, damit das Grünland sich auch bis zum dritten Schnitt wieder gut entwickeln kann.

Bis zum nächsten Mal,

eure Karina

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...