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Hofladen online: das hat Wirecard mit Weinverkauf zu tun

Mara Walz bringt ihren Weinhandel online
am Dienstag, 15.06.2021 - 09:28 (Jetzt kommentieren)

Vor einigen Jahren und damit rechtzeitig vor der Corona-Krise hat Mara ihren Weinhandel online gebracht. Jetzt geht es daran, ein Shopsystem jenseits von Paypal zu finden. Denn viele Onlinesysteme hängen eng an Wirecard, das ja letztes Jahr dicht gemacht hat.

Liebe Hofhelden!

Schön, dass vielen von euch der erste Artikel so gefallen hat. DArin habe ich erklärt, warum ich meinen Weinhandel ins Internet gebracht habe und wie die Kunden von meinem Online-Hofladen profitieren. Wie dort schon mal angedeutet, war es bei uns zu Beginn etwas kompliziert mit dem Shop. Warum? Das hängt mit Wirecard zusammen!

Als wir, nach dem neuen Design für unsere Etiketten, dann auch die Homepage überarbeiten wollten, suchten wir nach einen Shop-System. Ziel war es, über ein Baukastenprinzip den Shop einzurichten und zusätzlich die normale Homepage gestalten zu können. Es war mir wichtig, dass der Shop in der Homepage integriert ist und es sich keine extra Seite für den Shop öffnet. Ich hatte damals drei solchen Shopsystemanbieter dann anhand von Angebot und Preis verglichen und mit dann für SUPR entschieden.

Online-Shopsysteme: ein echter Dschungel an Möglichkeiten

Gemeinsam mit unserer Agentur, die auch das Design gemacht hat, richteten wir den Shop ein. Damals waren schon die Bezahlmethoden wie PayPal und Kreditkarte etwas schwierig, da es über ein sehr komplexes System von Wirecard lief. Als dann im Sommer 2020 bekannt wurde, dass Wirecard Probleme hatte, dachten wir noch nicht an die Konsequenzen für unseren Shop.

Erst durch Recherchen fanden wir heraus, dass SUPR eine komplette Tochter von Wirecard war. Kurz gesagt: Anfang September 2020 bekamen wir eine Mail, dass der Shop jederzeit abgeschaltet werden kann. Ich fragte dann Freunde und Bekannte, mit welchen Shop-Systemen sie arbeiten. Das erschien mir aber alles für uns nicht passend, entweder war es zu groß und zu teuer oder es gab viel weniger Möglichkeiten, als wir bisher hatten.

Ich machte mich also an die Recherche und stöberte auch viel in Start-Up-Foren. Dort wurde ich auf „WooCommerce“ aufmerksam. Dies ist ein Plugin für Wordpress. Mit Wordpress pflege ich schon lange die Homepage von unserer Jungwinzer-Projekt Wein.Im.Puls, so war es mir vertraut. Unsere Homepage ist bei Strato „gehostet“ (also angesiedelt) und da war es dann relativ einfach für mich, eine WordPress-Seite anzulegen. WooCommerce kann ich kostenlos installieren und damit einen sehr umfangreichen Shop einrichten.

WooCommerce: per Video gelernt

Ich fand ein sehr gutes Youtube-Video, welches ich dann Schritt für Schritt befolgte. Klar gab es noch die ein oder andere Baustelle, so kämpfe ich heute noch mit PayPal, da gehe ich aber im Artikel zu den Zahlungsmöglichkeiten darauf ein. In Kombination von Wordpress mit vielen kostenlosen Themes (also eine vorgegebene Benutzeroberfläche) und dem kostenlosen WooCommerce bin ich so nun echt happy.

Ich habe noch ein kostenpflichtiges Add-On für die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Datenschutzgrundverordnung dazu gekauft, aber das passt mit rund 100 Euro im Jahr sehr gut für mich. Alles in allem bin ich nun happy mit dem Shop! Schön ist für mich einfach, dass ich alles nun von Grund auf verstehe und so gut wie alles selbst ändern kann. Da aktuell die Bilder bei den Produkten noch sehr unscharf angezeigt werden, mache ich mich da jetzt mal ran.

Nochmal zurück zu Wirecard: Rund vier Wochen nach der „Kann sofort abgeschaltet werden“-Mail, kam auch noch eine andere Mail einer neuen Firma. Hier haben sich ehemalige Mitarbeiter von SUPR zusammengetan und bieten ein ähnliches Angebot wieder an. Für mich kam das leider deutlich zu spät und ich bin so nun sehr zufrieden, auch wenn es mich rund zwei Tage Arbeit gekostet hat.

Open Source statt feste Bindung an Anbieter

Was ich für mich daraus mitnehme? Prüfe genau, wenn du dich so an ein Unternehmen bindest. Die Einrichtung des Shops bei SUPR hat viel Zeit und Geld gekostet. Heute arbeite ich hier lieber mit Open-Source-Sachen, weil man dort auch direkt Kontakt zu andere Nutzern über Foren aufnehmen kann, oft schnelle Lösungen findet und ich das Gefühl habe, nicht so von einer Firma abhängig zu sein!

Das also mal der Rückblick auf dieses Thema. Beim nächsten Mal widme ich mich der Frage „Eigener Onlineshop oder über ein Portal?“. Habt ihr Erfahrung dazu? Dann gern her damit!

Viele Grüße,

Mara

PS: Ich hatte dann schon ein bisschen Spaß an der Shop-Einrichtung und hab dann kurzerhand im Dezember für Wein.Im.Puls auch einen Shop eingerichtet. Wenn mal also mal drin ist, dann läuft es!

Wenn ihr mehr über Mara und ihren Online-Weinhandel erfahren wollt, besucht sie auf ihrer Autorenseite hier bei agrarheute.

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