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Deshalb impft Junglandwirtin Friderike gegen Rindergrippe

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am Dienstag, 16.11.2021 - 09:30 (Jetzt kommentieren)

Friderike setzt bei ihren Kälbern seit 2019 auf die Impfung gegen Rindergrippe. Warum und wie das abläuft, das verrät sie hier.

Liebe Hofhelden,

von Oktober bis Ostern ist nicht nur eine Erinnerung an die Winterreifensaison, sondern gilt in etwa genauso für den Zeitraum, in dem man Kälber gegen Grippe impfen sollte.

Warum gegen Rindergrippe impfen?

Seit 2019 Jahr impfen wir unsere Kälber gegen die Rindergrippe. Damit möchten wir erreichen, dass sie gegen bestimmte Erreger der Grippe immun und damit weniger anfällig sind. Denn wir möchten in erster Linie ihre Lunge schützen. Die Lungen sind bei Kälbern noch sehr empfindlich und werden schnell von Krankheitserregern angegriffen. Und was sich nach „nur ein bisschen Husten“ anhört, geht oft viel tiefer. Häufig bekommen die Kälber einen Schaden auf der Lunge und haben somit später nicht das gleiche Leistungspotenzial wie ihre gesunden Mitstreiter. Sie sind ganz einfach gesagt schneller aus der Puste und schaffen es nicht, mit ihren gesunden Kolleginnen mitzuhalten. Zudem werden sie auch anfälliger für andere Krankheiten.

Wann werden Kälber gegen Grippe geimpft?

Doch wie umgehen wir das Problem jetzt? Wir impfen die weiblichen Kälber direkt nach der Geburt in die Nase mit einem Lebendimpfstoff. Doch keine Panik, wir piksen ihnen nicht mit einer Nadel in die Nase, sondern es handelt sich um eine Sprühimpfung. Der Impfstoff wird fein vernebelt und verteilt sich auf den Schleimhäuten. Die Nase ist nämlich der Ort, an dem auch die Erreger eintreten und daher genau der richtige Ort, den Schutz zu platzieren.

friderikes-impfbesteck

Kälber haben nach der Geburt keine eigene Immunsbwehr und sind also sämtlichen Krankheiten schutzlos ausgeliefert. Sie müssen aktiv durch die Biestmilch immunisiert werden. Die Impfung gegen Grippe ist ein zusätzlicher Schutz für die Kleinen.

Rindergrippe: Wie funktioniert die Sprühimpfung?

Wir beginnen damit, den Impfstoff zu mischen. Der besteht aus zwei Komponenten: einem Pulver und einer Flüssigkeit. Die Komponenten werden gemischt und dann in einer Spritze aufgezogen. Vor die Spritze setzten wir nun die Gummischeibe mit dem Vernebler. Die orangene Scheibe ist dazu da, dass man dem Kalb nicht zu tief in die Nase spritzt.

friderike-verabreicht-spruehimpfung

Nun ist der Impfstoff genau da wo er hingehört und der er kann seine Arbeit tun. Die Kälber bilden Antikörper und können somit auf die potenziellen Erreger schneller reagieren. Im besten Fall kommen die Kälber nun ohne eine Grippe und oft damit verbundenen Lungenentzündungen durch die Winter Monate.

Daher: bleibt auch ihr gesund und bis zum nächsten Mal ;)
Eure Friderike

Kälber, Kühe, Ochsen - im Stall und auf der Weide

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