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Blog Leo

Ein nasses Frühjahr auf Leos Ackerbaubetrieb

Leo Selfie auf Feld
am Donnerstag, 17.06.2021 - 09:26 (Jetzt kommentieren)

Statt wie in den letzten Jahren Hitze und Trockenheit, dominierte dieses Frühjahr der Regen. Leo freut sich einerseits, andererseits stellte es ihn vor ungewohnte Herausforderungen.

Liebe Hofhelden,

ein herausforderndes Frühjahr liegt hinter uns Ackerbauern. Gut, eigentlich sind wir noch mittendrin in den Herausforderungen, die uns heuer gestellt werden. Doch der Reihe nach.

Was machte dieses Frühjahr besonders?

Ganz klar, das Wetter beziehungsweise der Regen haben dieses Frühjahr dominiert. Waren in den letzten Jahren immer Hitze und Trockenheit die bestimmenden Themen, so kämpften wir heuer mit viel Regen und kalter Witterung.

Natürlich braucht die Natur den Regen. Gerade im Wald haben die letzten, sehr trockenen Jahre ihre Spuren hinterlassen. Auch die Felder und Wiesen können die Niederschläge gut aufnehmen und so ihren Vorrat wieder auffüllen.

Welche Herausforderungen bringt ein nasses Frühjahr mit sich?

Die größten Herausforderungen sind die kurzen Zeitfenster, die uns für alle Arbeiten auf dem Feld bleiben. Wir mussten uns für fast alle Arbeiten die Zeit stehlen und gefühlt alles auf einmal erledigen.

Sommergerste Saatbettbestellung

Wir sind gut in den Frühling gestartet, die ersten Gärreste und auch einen Teil der ersten Mineraldüngergabe konnten wir unter sehr guten Bedingungen an die Pflanzen bringen. Nach einer kurzen Regenphase konnte auch die Sommergerste gut in den Boden gebracht werden.

Selfie Leo Schneesturm

Aber dann wollte das Wetter nicht mehr so recht mitspielen, viele Nächte mit Nachtfrost haben uns die Pflege vom Wintergetreide erschwert und die immer wieder ergiebigen Niederschläge haben uns gerade bei der Vorbereitung auf die Maisaussaat viele Nerven gekostet.

Gärresteausbringung in der Nacht

Leider war es auch oft so, dass die Wetterprognosen nur für die Wochenende gut waren, so mussten viele Arbeiten nicht nur in die Nachtstunden, sondern auch aufs Wochenende und den Sonntag gelegt werden.

Pfütze auf Acker

Die anhaltend kühle Witterung lässt zwar Wintergetreide und Gras wachsen, aber Mais und Sommergerste mögen das Wetter nicht so gerne, die Pflanzen sind gelb, wachsen nur sehr verhalten und sehnen sich nach Wärme. Dadurch, dass die Pflanzen ständig feucht oder nass sind, steigt auch das Risiko einer Pilzinfektion.

Nicht immer läuft alles nach Plan

Ich wollte dieses Frühjahr viel ausprobieren, Pflanzenstärkungsmittel, regenerative Maßnahmen und mechanische Beikrautregulierung sind nur einige Punkte. Aufgrund der sehr kleinen Zeitfenster musste ich mich auf die notwendigsten Maßnahmen beschränken.

Mechanische Beikrautregulierung auf dem Acker

Auch die Entscheidungen zu treffen, wann welche Dinge gemacht werden, auch wenn die Bedingungen nicht perfekt passen waren dieses Frühjahr herausfordernd.  Und nicht zuletzt, der Tag hat eben nur 24 Stunden, und da kommt man irgendwann an seine Grenzen, man muss die Arbeiten priorisieren und am Ende des Tages mit dem zufrieden sein was man geschafft hat.

Auch die Entscheidungen zu treffen, wann welche Dinge gemacht werden, auch wenn die Bedingungen nicht perfekt passen waren dieses Frühjahr herausfordernd.  Und nicht zuletzt, der Tag hat eben nur 24 Stunden, und da kommt man irgendwann an seine Grenzen, man muss die Arbeiten priorisieren und am Ende des Tages mit dem zufrieden sein was man geschafft hat.

Schlagkraft und Familienpower

Bei all den Herausforderungen und Problemen, die uns die Witterung gestellt hat: Mit viel technischer Schlagkraft und ordentlicher Familienpower haben wir unser Bestes gegeben und so viel geschafft!

Sonnenaufgang auf dem Feld

Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit dem Verlauf der Vegetation, ich bin gespannt welche Überraschungen der kommende Frühsommer noch für uns bereithält, ich hoffe endlich auf ein paar warme Tage, das würde nicht nur der Natur guttun.

Bis Bald,

Euer Leo

Alle Beiträge von Blogger Leo Rösel findet ihr auf seiner Autorenseite hier bei agrarheute.

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