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Blog Friderike

Neuigkeiten aus der Käserei

friderike koller im melkstand
am Dienstag, 01.06.2021 - 10:52 (Jetzt kommentieren)

Friderike ist am Boden zerstört – ihre Käserei hat ihr gekündigt. Warum letztendlich doch alles gut wird und wie aus der Absage sogar eine neue Chance (Stichwort: Hmmmm, Camembert…) entsteht, erzählt sie in ihrem neuen Blogbeitrag.

Liebe Helden vom Hof,

es wird mal wieder Zeit ein paar Zeilen über die Käserei zu schreiben. Lange hab ich nicht darüber berichtet. Es war nämlich so, dass wir zum Ende des letzten Jahres leider unsere Käserei wechseln mussten.

Diese Nachricht, dass es bald nicht mehr möglich sei zu käsen, hat mich erstmal aus der Bahn geworfen. So viele Jahre haben wir nun zusammen gekäst und nun konnte es nicht mehr möglich sein. Beide, sowohl die Käsern als auch wir waren sehr traurig darüber. Ich war also ein paar Tage erstmal völlig aus dem Konzept. Aber ich wusste, jetzt darf ich keine Zeit verlieren und muss klären, wie es weiter gehen kann.

Friderikes alte Käserei hat ihr absagen müssen. Was jetzt?

Also habe ich alle mobilen Käsereien bei uns im Norden angerufen und konnte tatsächlich Jemanden finden, der nun bei uns weiter Käse produzieren kann. Ich war sehr erleichtert, denn die Käsevermarktung ist bei uns ein wichtiger Teil des Unternehmens. Doch das Beste ist, wir konnten mit der neuen Käsern unser Sortiment noch erweitern und können nun auch Camembert anbieten.

Die „weiße Berta“, wie ich sie genannt habe, ist ein voller Erfolg und wir tüfteln gerade daran, wie wir genug Menge produziert bekommen um die Nachfrage zu erfüllen.

95 Prozent ihrer Milch verkauft Friderike über einen Dispenser am Käsewagen.

Aber auch bei uns auf dem Hof in der Produktion hat sich einiges getan. Wir verkaufen nun seit fast einem Jahr unsere Milch zu 95% lose über einen Dispenser im Käsewagen. Die Kunden nehmen diese verpackungsfreie Möglichkeit sehr gut und gerne an. Somit spare ich mir die vielen, schweren Flaschen zu schleppen und die Verpackung ist nicht mehr nötig.

Kindergärten und mehr Verkauf

Doch auch unsere Vermarktung an Kindergärten läuft super an. In einigen Kindergärten bekommen die Kinder neben Wasser und Tee auch Milch als Getränk angeboten. Dies wird gerade in der heutigen Zeit von veganer Ernährung und dem schlechten Bild der Landwirtschaft oft kritisch gesehen. Doch wir probieren so, die Kinder und Familien zu erreichen. Einmal durch den Geschmack und auch durch unser regionales Auftreten. Viele der Kinder kennen unseren Hof und auch einige Eltern wissen, wie unsere Kühe gehalten werden.

Somit erhoffen wir uns, neben dem erwirtschafteten Umsatz, auch einen besseren Eindruck der Landwirtschaft zu bewirken.

In unserem Marktwagen sind wir nun seit Corona auf keinen Sondermärkten mehr vertreten, da alles abgesagt wurde. Doch unsere 3 Standorte sind im letzten Jahr immer umsatzstärker geworden und es sind einige Wiederverkäufer dazu gekommen bzw. haben gerade angefragt. Somit konnten wir unser verarbeitete Milchmenge pro Monat verdoppeln. Ihr seht es hat sich einiges getan und es stehen noch neue Projekte aus. Mehr dazu gibt es in ein paar Wochen seid also gespannt.

Bis dahin, bleibt stabil 
eure Friderike

Wie Friderike ihren Milchviehbetrieb stetig weiterentwickelt, darüber lest ihr mehr in ihren Blogbeiträgen auf ihrer Autorenseite.

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