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Blog Karina

Im Steilhang: Härtetest fürs Güllefass

Karina-Güllefass-Selfie
am Dienstag, 23.11.2021 - 06:00 (Jetzt kommentieren)

Hofheldin Karina hat sich ein neues Güllefass geleistet. Da ein Teil ihrer Flächen in Extremlage liegt, muss das neue Fass eine ganze Menge können. Vor allem darf es nicht zu groß sein. Warum, erklärt Karina in ihrem neuesten Blog.

Hallo ihr Lieben!

Die Feldarbeit ist beendet, Gülle und Mist sind ausgebracht. Zeit, um ein Fazit zum Güllefass zu ziehen, denn dieses Fass war heuer erstmalig bei uns im Einsatz. Wir haben uns letzten Winter ein gebrauchtes Güllefass gekauft. Das andere Güllefass funktionierte zwar noch prima, aber es war mit seinen 1,7 m3 recht klein und um zukünftig Zeit und Diesel zu sparen, haben wir in ein größeres investiert.

Güllefass-01

Umgesehen haben wir uns vor allem bei Online-Gebrauchtmaschinenbörsen. Zwar ist nicht gleich das perfekte Fass vorbeigelaufen, wir haben doch etwas länger gesucht, aber es war auch keine Eile. Dafür fanden wir schließlich eine Anzeige, die relativ genau unseren Vorstellungen entsprach. Uns war wichtig, dass das Fass nicht zu groß ist, um alle Flächen gut und sicher befahren zu können.

Im Hang darf ein Güllefass nicht zu groß sein

Güllefass-02

Wir sind auf ein Fass mit 2,6 m³ umgestiegen. Im Steilhang ist es wichtig, dass das Fass einen niedrigen Schwerpunkt hat und nicht zu breit und zu hoch ist. Ansonsten könnten wir einen großen Teil der Flächen nicht befahren, weil es einfach zu gefährlich wäre. Daher haben wir auch Wert gelegt auf eine relativ breite Achse. Wichtig war uns zudem ein guter Zustand. Einzig bei den Reifen mussten wir Abstriche machen, denn die ursprünglichen boten auf Steilflächen kaum Halt. Diese haben wir deshalb gegen Reifen mit anderem Profil ausgetauscht. Außerdem ist neben dem Güllefass auch der Ansaugschlauch mitgewachsen, der eine Verlängerung bekommen hat.

Die Bedienung war anfangs etwas ungewohnt, denn der Schieber wird beispielsweise jetzt hydraulisch und nicht mehr mechanisch bedient. Beim ersten Ansaugen war er auch ein winziges bisschen offen und wir dachten schon, dass etwas verstopft oder defekt wäre… Aber der Fehler war dann doch recht schnell gefunden. Die Pumpe leistet gute Arbeit, auch wenn sie etwas leistungsstärker sein könnte.

Einsatz in flachen und Extremlagen

Güllefass-03

Die ersten Fuhren kamen noch zum Ausprobieren auf die flachen Flächen, danach musste sich das Fass direkt auf unserem steilsten Feld bewähren. Dieses Feld ist auch der Grund, warum wir kein noch größeres Fass haben. Denn eigentlich will man schon mit einem Fass überall hin können, ohne sich Sorgen machen zu müssen, ob man die Gülle ohne Probleme ausbringen kann. Aber hier lief alles glatt und das Fass ging auch sehr ruhig nach. Unterschiede im Fahrverhalten hat man im Vergleich zum kleineren Fass auch nicht bemerkt.

Irgendwann hatte sich die Routine eingeschlichen und ein bisschen fuchsen musste es dann doch noch. So hat sich die Verlängerung des Ansaugschlauchs gelöst und wir mussten sie aus der Güllegrube fischen und wieder neu anbringen. Das war gar nicht so leicht und erforderte ein hohes Maß an Kreativität.

Neues Güllefass: eine gute Wahl

Abgesehen von den kleineren Startschwierigkeiten lief die Gülleausbringung dieses Jahr reibungslos und rasch. Das Fass hat sich auf den unterschiedlichsten Flächen – von der flachen Mähweide, bis zur hügeligen Hutweide - gut bewährt. Sehr positiv ist auch, dass mit diesem Fass eine deutlich breitere Verteilung möglich ist, was besonders in unwegsamem Gelände von Vorteil ist. Ich würde sagen, das Ziel – eine schnellere und effizientere Gülleausbringung – wurde damit erreicht.

Alles Liebe,
eure Karina

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