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Teilflächenspezifische Maisaussaat: So geht’s

Teilflächenspezifische Maisaussaat: So geht’s
am Montag, 07.12.2020 - 08:43 (Jetzt kommentieren)

Kaum ist die eine Saison auf dem Acker vorbei, können viele Hofhelden die nächste kaum erwarten. Dazu gehört natürlich auch die Maisaussaat. Wer dabei teilflächenspezifisch aussät, beugt Ernteausfällen vor.

Je näher sich Pflanzen kommen, desto mehr konkurrieren sie um Wasser, Nährstoffe und Licht. Je heftiger sie um die Ressourcen ringen, desto eher verlieren sie an Ertrag. Den Ertragsverlust der Einzelpflanze kannst Du mit etwas Können erstmal ausgleichen, indem Du ein paar Pflanzen mehr aussäst. Ab einem gewissen Punkt leidet allerdings der Gesamtertrag. Wenn Du die optimale Saatstärke bestimmst, gilt es also, genau diesen Punkt zu finden.

Dass das allerdings nicht ganz so einfach ist hängt unter anderem auch damit zusammen, dass es innerhalb eines Schlags Schwankungen gibt. Und um genau diese Schwankungen in Bodenart, Humusgehalt, Krumentiefe, Nährstoffgehalt, Wasserhaltevermögen, Hangneigung und –richtung auszugleichen, schafft die teilflächenspezifische Bewirtschaftung Abhilfe.

Auf welcher Technik basiert die teilflächenspezifische Bewirtschaftung?

Den Durchbruch der teilflächenspezifischen Bewirtschaftung haben wir mehreren Faktoren zu verdanken:

  • Erstens kommt ein Betrieb heutzutage kaum noch ohne Lenksystem und Bordcomputer aus, daher belasten diese die Saat nicht als zusätzlichen Kostenfaktor.
  • Zweitens sind auch die Hersteller von Sämaschinen dem ISOBUS-Gedanken gefolgt, damit man ihre Geräte über den Bordcomputer des Traktors bedienen kann.
  • Drittens dient eine intelligente Auswertung von Satellitendaten als Grundlage von Aussaatkarten.

Inwiefern werden Sorteneigenschaften berücksichtigt?

Um damit nun die optimale Saatdichte zu bestimmen, fehlt nur noch eins: die speziellen Eigenschaften einer Sorte und der tatsächlich zu erwartende Ertrag in t/ha an einer bestimmten Stelle. Um diese Lücke zu schließen, hat NEXT Farming einen Algorithmus entwickelt. Der baut auf jahrzehntelangen Kenntnissen über Standort und dort optimale Aussaatdichten von Mais bei Landwirten, Züchtern und Beratern auf. Das System berechnet aus den Satellitenkarten die Variation der Korndichte rund um einen bestimmten Optimalwert. Die Kurve der Biomasseabweichung wird nun in Zusammenarbeit mit den Züchtern an die jeweilige Sorte angepasst. Der Züchter kann hierfür über eine einfache Drei-Punkte-Bonitur die Sorteneigenschaften in diese Kurve einfließen lassen.

Welche Vorteile hat die teilflächenspezifische Aussaat?

Abgewickelt wird das Ganze von NEXT Farming. Damit liegt nicht nur ein anerkanntes und weit verbreitetes Managementsystem der Landwirtschaft im Kern des Handlings, sondern es stellt auch sicher, dass die Kommunikation mit den Maschinen einwandfrei funktioniert. So ist es FarmFacts gelungen, eine praktikable, einfache up-to-date-Lösung für die teilflächenspezifische Aussaat von Mais zu schaffen. Und das hat gleich mehrere Vorteile:

  • Richtige Saatgutmenge in den einzelnen Ertragszonen. So steigerst Du die Nährstoffeffizienz und sparst Kosten.
  • Ein optimierter Pflanzenbestand und somit ein geringeres Risiko von Ernteausfällen aufgrund von Wetterextremen.
  • Gleichmäßigere Abreife und verbesserte Silagequalität
  • Ertragssteigerung von bis zu 10 Prozent.
  • Umfangreicher Service von NEXT Farming.

Welches ist das Ziel der teilflächenspezifischen Aussaat?

Kunden berichten zudem immer wieder von “homogeneren Beständen”. Im teilflächenspezifisch gesäten Bestand haben die einzelnen Pflanzen ein über den gesamten Bestand gleiches Erscheinungsbild. Somit haben auch die Maispflanzen an den schlechteren Stellen einen voll ausgebildeten Kolben.

Aber Vorsicht: Der Wunsch eines homogenen Bestands nach einer teilflächenspezifischen Bewirtschaftung ist mit Vorsicht zu genießen. Denn statt eines homogenen Bestands auf inhomogenen Standorten sollte ein bewusst inhomogener Bestand mit möglichst homogenem Erscheinungsbild der Einzelpflanze das Ziel sein. Um das ganze Potenzial der teilflächenspezifischen Maisaussaat auszuschöpfen, sollte auch der Stickstoff teilflächenspezifisch gedüngt werden.

Wie plane ich meine teilflächenspezifische Aussaat mit NEXT Farming?

Wer seine Aussaat mit diesem System plant, braucht nur wenige Dinge:

  • Die digitalen Umrisse der Felder. Die kannst Du aus Deinem Antragsprogramm oder der Schlagkartei exportieren. Alternativ kannst Du die Schläge auch bei Google Earth einfach einzeichnen.
  • Eine TF-Basiskarte der Felder. NEXT Farming analysiert hierfür die Schlagkontur mit den sogenannten Talking Fields Satellitenbildauswertungen.
  • Die empfohlene optimale Saatdichte einer Maissorte in der Region, die bei einer Normalsaat üblich ist.
  • Zusätzlich kannst Du das Ergebnis verbessern, wenn du NEXT Farming die geplante Maissorte mitteilst.

Aus diesen Informationen legt NEXT Farming dann die Spreizung der Saatmengen fest und die Software berechnet die fertige Applikationskarte. Alternativ kannst Du Deine Applikationskarte mit dem NEXT Farming System auch selbst machen. Diese wird dann mit dem kompletten Auftrag auf den Bordcomputer des Traktors übergeben. Damit die fertige Applikationskarte nun auch perfekt auf dem Feld umgesetzt wird, muss die Technik die Dateien entsprechend lesen und verarbeiten können. Um Dich diesbezüglich optimal zu beraten, arbeitet NEXT Farming mit den führenden Landtechnikherstellern zusammen und steht im Bedarfsfall mit den jeweiligen Experten im Austausch.

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