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Gastblog Vanessa

Vanessas Fresseraufzucht: Ganz schön viele Kälber!

Vanessa und ein Kälbchen
am Freitag, 04.06.2021 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

170ha, 600 Kälber, 750 Fresser und 100 Bullen: Das ist der Betrieb von Vanessa, 22, unsere Gastbloggerin aus Niedersachsen.

Moin!

Mein Name ist Vanessa, ich bin 22 Jahre alt und komme aus Niedersachsen. Auf dem elterlichen Betrieb in Niedersachsen bewirtschaften wir 170ha und halten 1450 Tiere. Davon sind 600 Kälber an der Milch, 750 Fresser und 100 Bullen. Hauptberuflich bin ich im  landwirtschaftlichen Außendienst tätig,  jedoch zur Abendfütterung, am Wochenende und jeden Montag Zuhause im Stall zu finden!

Mehr Technik im Kälberbereich

Fresseraufzucht

Zuhause bin ich hauptsächlich für den Kälberbereich zuständig. Meiner Meinung nach sind wir hier sehr modern aufgestellt. Wir haben unseren kleinen Wacker mit der Sieplo Schaufel und unseren Vlieblo, den Futterverteilwagen. Vor 10 Jahren mussten wir noch alles mit der Schubkarre schieben und verteilen. Im Nachhinein kann man sich das schwer vorstellen, wie man das noch alles gemacht hat.

Stall Vanessa Weber

Mit meinen Eltern zusammen zu arbeiten genieße ich sehr, da mein Vater und ich den ziemlich gleichen Charakter haben und somit ist es meistens sehr amüsant und jeder der kommt hat etwas zu lachen.

Was genau machen wir eigentlich?

Was ist eigentlich Fresseraufzucht? Wir kaufen hauptsächlich männliche Kälber im Alter von 14 – 21 Tagen aus einem Sammelstall und stallen diese dann bei uns auf. Unsere beiden Kälberstalle haben jeweils 372 Plätze und 246 Plätze. Unsere Ställe sind ähnlich aufgebaut wie die Kälbermastställe. Wir haben Bongossi Spalten und darauf Gummimatten verschraubt.

Die Kälber halten wir bis zur 8. Lebenswoche in den sogenannten „Babyboxen“. Warum so lange?

Die Mamas von euch kennen sicher die Aussage „sobald dein Kind in die Kita kommt, ist es 1x im Monat krank“. So ähnlich ist es auch mit den Kälbern. Der Keimdruck im Stall ist sehr hoch, da sie von vielen  unterschiedlichen Betrieben kommen und jeder etwas von Zuhause mitbringt. Durch die Einzelboxen haben wir eine bessere Kontrolle über jedes einzelne Tier und können im Ernstfall schneller eingreifen.

Fresseraufzucht

Unsere weiblichen Fresser verkaufen wir mit 6 Monaten und 200kg an einen Viehhändler. Die männlichen Tiere gehen mit 9 Monaten und ca. 300kg nach Brandenburg zu unserem 2. Standort. Dort kommen sie dann 4 Wochen in „Quarantäne“  in unseren Strohstall und werden dann umgestallt  und kommen in den Bullenstall auf Vollspaltenboden.

Auf meinem Instagram Account _fresseraufzucht berichte ich über unseren Betrieb und unseren Alltag und vielleicht auch regelmäßig hier.

Bis demnächst

Vanessa

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