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Blog Leo

Verbraucher offline für die Landwirtschaft begeistern

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am Mittwoch, 06.07.2022 - 11:40 (Jetzt kommentieren)

Leo Rösel ist Influencer, Blogger und Hofheld. Und trotzdem informiert der Junglandwirt Verbraucher auch gerne jenseits der sozialen Medien, nämlich mit klassischer Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen und im persönlichen Gespräch. Sein liebster Offline-Kanal aber sind aktuell Feldschilder und Banner.

Hallo liebe Hofhelden,

nicht schon wieder ein Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit! Doch, weil mir das Thema Verbraucherinformation sehr wichtig ist und ich selbst hier sehr viel Herzblut in die Sache stecke.

Denn bei all der Euphorie darüber, was in den sozialen Medien alles möglich ist, verliert man manchmal eine Zielgruppe ganz aus den Augen. Nämlich die, die gar kein Facebook oder Instagram nutzen. Das wurde mir letzens bei einem Gespräch mit einem älteren Herren bewusst. Er fragte mich, was gerade in der Landwirtschaft so los ist. Ich dachte mir zuerst: „Steht doch alles im Internet“. Aber dann fiel mir ein: Halt! Diese Medien nutzen ja nicht alle. Und Leute, die man sonst z.B. auf Agrarscout-Einsätzen für die Landwirtschaft begeistern kann, trifft man in den sozialen Medien oft nicht an.

Wie erreiche ich die meine Zielgruppe offline?

  • Persönliche Gespräche am Feldrand, mit ausreichend Abstand? Ja, aber nur bei zufälligen Treffen bei der Bestandskontrolle oder so. Also nicht unbedingt zielführend!
  • Zeitungsartikel? Ja, aber so kann ich nur ein bestimmtes Thema abdecken und man braucht entsprechende Kontakte, dass die Artikel auch abgedruckt werden.
  • Veranstaltungen am Hof? Während Corona nicht machbar, leider. Jetzt geht es wieder - mal sehen, was die Branche daraus macht.

Aber: In meiner Region gibt es viele Tagestouristen aus der Metropolregion Nürnberg und deshalb verlaufen viele Wander- und Radwege an unseren Feldern vorbei. Daher kam ich auf die Idee, mit Plakaten und Feldschildern, quasi „zeitlos“, die Bevölkerung zu informieren.

Schilder und Banner klären Wanderer auf

Als erstes habe ich ein Werbebanner am Giebel unserer Scheune aufgehängt, denn genau an der vorbei verläuft ein beliebter Wanderweg. Das Banner hatte ich schon vor längerer Zeit bestellt, aber wie es immer so ist, wäre es fast in der Scheune verstaubt. Jetzt hat es einen gut sichtbaren Platz bekommen.

Für vergangene Veranstaltungen hatte ich mal verschiedene Feldschilder gebastelt, auch diese Schilder habe ich aktualisiert und meine Felder damit plakatiert. Auf den Schildern findet man kurz und knapp Infos darüber, was hier gerade wächst. Dieses Basiswissen ist für viele nicht mehr selbstverständlich.

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Eine Besonderheit bei uns in der Flur ist unser Silphiefeld. Hier habe ich neben den Feldschildern auch einen Hochsitz aufgestellt. Wenn die Silphie dann in voller Blüte steht und das Feld gelb leuchtet, hatte man vom Hochsitz aus den perfekten Blick ins Feld. Diesen Hochsitz haben wir schon seit 2 Jahren stehen und er erfreute sich großer Beliebtheit.

Jeder Landwirt kann etwas machen!

Egal ob Banner am Hof oder Schild am Feld, jeder, wirklich jeder kann sich so in der Öffentlichkeit positiv darstellen. Wir müssen uns als Landwirtschaft wieder in die Mitte der Gesellschaft rücken, wir müssen zeigen, was wir alles leisten.

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Und nicht nur ich bin dieser Meinung, auch die Landesvorsitzende der Bayrischen Jungbauernschaft, Tina Stünzendörfer sagt: „Es ist ganz wichtig, gerade jetzt in der Krise nochmal zu zeigen, wir sind auch jetzt da und geben unser Bestes!“ Denn das ist vielen Verbrauchern einfach nicht bewusst.

In diesem Sinne: bestellt euch Banner, bastelt Schilder und lasst uns gemeinsam zeigen, wie gut unsere heimische Landwirtschaft wirklich ist!

Bis Bald! Euer Leo

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