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Blog Janne

Vorbereitungen – jetzt gehts nach draußen

Janne vor einem Gemüsetunnel.
am Donnerstag, 11.03.2021 - 08:05 (Jetzt kommentieren)

Endlich – die Temperaturen steigen und Janne kann auch draußen auf ihrem Market-Gardening-Beet loslegen. Mit dem Bau ihres Folientunnels und dem Anlegen der neuen Beete hatte Janne alle Hände voll zu tun. Aber lest selbst in ihrem neuen Blogeintrag.

Moin liebe Hofhelden,

inzwischen hat sich viel getan. In meiner Anzucht sowie auf der Gartenfläche selbst.

Meine Kohlrabi-Anzucht habe ich nach meinem zweiten missglückten Versuch nun aufgegeben. Die zweite Aussaat war eine andere Sorte, die total ungleichmäßig aufgelaufen ist und nur so mittelmäßig aussah. Naja, so habe ich Platz für andere Saaten auf meiner begrenzten Fläche. Hier keimen gerade Tomaten, Physalis, Lauchzwiebeln und Petersilie.

Der Gemüsetunnel bei dem Aufbau.

Zu dem gesamten Planungsprozess vor der ersten Aussaat, werde ich einen gesonderten Beitrag für euch fertig machen.

So langsam nimmt das Saatbeet Form an.

Jetzt aber zu dem körperlich anstrengenderen Teil der Gartenvorbereitung. Nach den Tieftemperaturen von -13°C folgten dann kurz darauf frühlingshafte Temperaturen von +12°C und das musste genutzt werden, um den Folientunnel aufzubauen.
Der Folientunnel macht bisher die größte Investitionssumme aus. Ich habe kein Profi-Modell, da ich keine 3.000 € investieren wollte. Ein gebrauchtes wollte ich wiederum auch nicht, da die Qualität der Folie unter UV-Einstrahlungen über die Jahre nun mal leidet. Mit meinem Kompromiss bin ich bisher sehr zufrieden. Über die Qualität kann ich erst im laufe des Jahres bzw. nach ein paar Jahren besser urteilen. Aber für den Anfang soll es reichen.

Mit tatkräftiger Unterstützung von Freunden und Familie haben wir das Grundgerüst des 6 m breiten und 10 m langen Folientunnels innerhalb von ca. 2 Stunden aufgebaut. Auf die finale Position haben wir es einen Tag später gesetzt, da wir die mitgelieferten Bodenanker durch größere ausgetauscht und den Tunnel waagerecht gegen das leichte Gefälle aufgestellt haben. 

Die Folientunnel und die Beete sind bereit zum Anbau.

Ein Wochenende später wurden die Beete angelegt. Diese haben im Market Gardening ein gewisses Standardmaß von 75 cm Breite. Ja, viel zu schmal für einen Schlepper. Im Market Gardening wird auf viel Handarbeit bzw. so wenig Bodenbearbeitung wie möglich gesetzt und hier gibt es mittlerweile viele Geräte, die auf die Breite von 75 cm angepasst sind.

Insgesamt haben wir 10 Beete angelegt. Alle 75 cm breit, ca. 10 m lang und der Weg zwischen den Beeten ist 35 cm breit. Auf jedes Beet wurden 4 Schubkarren Kompost verteilt, damit die zukünftigen Gemüsepflanzen auch eine vernünftige Chance auf dem sandigen Boden haben. Vorab habe ich eine Bodenprobe ins Labor geschickt die verdeutlichte, dass auf der Fläche mächtig aufholbedarf in Punkto pH-Wert, Humusgehalt und Nährstoffen ist.
Nachdem der Kompost verteilt wurde, haben wir die Beete mit alter Silofolie eines Landwirts aus dem Dorf abgedeckt. Mit der schwarzen Seite oben soll sich der Boden schneller erwärmen und möglichst Unkrautsamen zum Auflaufen und Absterben bringen, bevor die Saat in die Erde kommt.

Im Tunnel haben wir den restlichen Kompost verteilt um das (leichte) Gefälle abzufangen. Anschließend haben wir die Folie über das Gestell gezogen und fixiert.

Der Garten ist also in den Startlöchern und es ist ein verdammt aufregendes Gefühl, das schon ziemlich professionelle Setting und die neugierigen Blicke der Spaziergänger zu sehen.

Bis ganz bald,

Eure Janne

Wenn du mehr über Janne und ihren Gemüseanbau erfahren willst, dann klick hier auf den Link.

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