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Gerichtsverhandlung

Hundekot auf Acker: Streit zwischen Landwirt und Halterin eskaliert

Ein Verbotsschild gegen Hundekot auf dem Flächen
am Montag, 20.03.2023 - 12:03 (Jetzt kommentieren)

In Bayern eskalierte ein Streit zwischen einem Landwirt und einer Hundehalterin. Ihr Tier hinterließ Kot auf seinem Feld. Der Bauer habe ihr daraufhin ins Gesicht gespuckt.

In Pöcking im Landkreis Starnberg in Bayern war im Oktober 2022 ein Streit zwischen einer Hundehalterin und einem Landwirt eskaliert. Nun kam es zur Gerichtsverhandlung.

Der 72-jährige Bauer gab dabei zu, der Spaziergängerin ins Gesicht gespuckt zu haben, wie die Zeitung Merkur berichtet. Auslöser war Hundekot auf seinen Feldern.

Hund nicht angeleint: Landwirt vertreibt Tier mit Traktor

Der Vorfall ereignete sich laut Zeitungsangaben folgendermaßen: Der Landwirt war mit seinem Traktor auf einem Wirtschaftsweg unterwegs, als er sah, wie ein Hund auf seinem Feld das Geschäft verrichtete. Da sich das Tier laut Merkur durch Rufe nicht vertreiben ließ, umkreiste ihn der Bauer ihn mit seiner Landmaschine, bis der Hund davon lief. Seine Tochter befand sich ebenfalls in einem Traktor auf dem Feld.

Als die Halterin schließlich vor Ort ankam, forderte sie der Landwirt dazu auf, den Hund an die Leine zu nehmen. Das aber tat sie nicht.

Hundekot auf dem Feld: Landwirt wegen Beleidigung angezeigt

Stattdessen habe sie auf den Mann eingeredet und dem Gesichtsausdruck nach zu urteilen habe es sich um Beleidigungen gehandelt, so der 72-Jährige. Die genauen Worte habe er allerdings nicht verstanden, da er sein Hörgerät nicht eingesteckt hatte, wie er vor Gericht erklärte.

Die Reaktion des Landwirts: Er habe mit etwas nasser Aussprache, wie’s auf boarisch hoaßt“ gekontert, wie der Merkur den Mann zitiert. Die Halterin habe ihn daraufhin wegen Beleidigung angezeigt. Auch vor Gericht äußerte er mehrmals seinen Ärger über Hundekot auf den landwirtschaftlichen Flächen.

Hundehalterin wirkte aggressiv: Bußgeld für Landwirt

Seine Tochter bestätigte die Aussagen ihres Vaters. Zwar habe sie Wortwechsel in ihrem Traktor sitzend nicht verstehen können - die Frau habe auf sie aber aggressiv gewirkt, erklärt die Zeitung.

Dass Hundekot auf den Flächen ein großes Ärgernis sei, verstand auch die zuständige Richterin. Doch Spucken gehe gar nicht, wie sie der Merkur zitiert. Der Landwirt, der 400 Euro Rente bezieht und daher gegen Kost sowie Logie weiterhin auf dem Hof mitarbeitet, muss nun eine Geldauflage von 400 Euro innerhalb von zwei Monaten bezahlen. Dann sei das Verfahren für ihn erledigt.

Mit Material von Merkur

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