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Schweiz

Hundeverbot nach tödlichem Unfall auf Alp

Mutterkuhherde auf Weide
am Mittwoch, 31.07.2019 - 09:45

Nachdem eine Mutterkuhherde auf einer Alp einen Hund zu Tode trampelte, gilt dort jetzt ein Hundeverbot.

Letzte Woche kam es am Montag (22.7.) zu einem folgenreichen Zwischenfall auf einer Alp in der Schweiz. Eine Mutterkuhherde hatte einen Jagdhund zu Tode getrampelt sowie einen Wanderer verletzt. Der Wanderweg wurde daraufhin gesperrt.

Wahrscheinlich zu wenig Abstand zur Herde

Eine vierköpfige Wandergruppe war mit zwei Hunden zwischen Bannalp und Schonegg unterwegs. Die Kuhherde näherte sich der Gruppe, ein Hundehalter kam samt Hund unter die Herde. Als der Älpler bei seiner Herde ankam, sei diese außer Rand und Band gewesen, sagte er gegenüber dem schweizer Nachrichtenportal 20 Minuten. 50 Stück Vieh, darunter 25 Mutterkühe, haben auf dem Hund herumgetrampelt. Er habe noch nie gesehen, dass seine Kühe so verstört reagiert hätten. Er gehe davon aus, dass der Jagdhund die Kühe angegriffen habe. Er könne sich den Vorfall nur so erklären, dass der Wanderer trotz Warnschilder zu wenig Abstand zur Herde gehalten habe.

Wanderweg wieder freigegeben

Nachdem die Verantwortlichen des Wanderwegs, der Älpler und die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft die Situation beurteilt haben, ist der Wanderweg wieder geöffnet. Die Viehherde habe sich so weit beruhigt, dass für Wanderer keine besondere Gefahr mehr bestehe. Aus Sicherheitsgründen gilt jedoch bis Ende des Alpsommers auf dem Wanderweg ein Hundeverbot. Dieses hatte der Älpler selbst bereits kurz nach der Attacke gefordert. Für die nächste Wandersaison kündigte die zuständige Gemeinde Wolfenschiessen Maßnahmen an.

Mit Material von 20min.ch

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