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Bierkartell

Illegale Bierpreis-Absprachen: Diese Handelsketten müssen Strafe zahlen

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Katharina Krenn, agrarheute
am
10.05.2016

Das Bundeskartellamt hat wegen illegaler Preisabsprachen beim Bier Bußgelder in Höhe von 90,5 Millionen Euro verhängt. Diese Lebensmitteleinzelhändler müssen jetzt zahlen.

Im sogenannten "Vertikalfall im Lebensmittelhandel" hat das Bundeskartellamt das Verfahren zu den Preisabsprachen in der Warengruppe Bier abgeschlossen. Im Fokus der Ermittlungen standen Absprachen zwischen der Brauerei Anheuser Busch InBev Germany Holding GmbH, und Händlern über die Ladenpreise von Bieren, insbesondere der Marken „Beck’s“, „Franziskaner“ und „Hasseröder“. Die Bußgeldgesamthöhe beträgt 90,5 Millionen Euro.

Diese Lebensmittelhändler müssen zahlen

  • A. Kempf Getränkegroßhandel GmbH, Offenburg,
  • EDEKA Handelsgesellschaft Minden-Hannover mbH,
  • EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH,
  • EDEKA Handelsgesellschaft Südbayern mbH,
  • EDEKA Handelsgesellschaft Südwest mbH,
  • EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen GmbH,
  • METRO AG
  • NETTO Marken-Discount AG & Co. KG

Gegen die Brauerei Anheuser Busch InBev und das Handelsunternehmen REWE Zentral in Köln wurden wegen frühzeitiger und umfassender Kooperation mit dem Bundeskartellamt im Rahmen der Ermittlungen keine Bußgelder verhängt.

Absprachen der Preiserhöhungen

„Die betroffene Brauerei hat beim Absatz ihrer wichtigsten Biermarken mehrfach Erhöhungen der Ladenpreise mit den Händlern abgesprochen und die Einzelheiten, insbesondere die Stichtage und die Höhe der jeweiligen Preisanhebung, zwischen diesen koordiniert. Die Händler hatten die Erwartungshaltung, dass die Brauerei dafür sorgt, dass die Erhöhung gleichzeitig auch bei konkurrierenden Händlern umgesetzt wird. Leidtragende solcher systematischen Preisbindungspraktiken sind die Endverbraucher.“, erklärte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes.

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