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Illegale Grünschnittentsorgung: Mindestens 24 tote Rehe

grünschnitt liegt im Wald
am Montag, 14.02.2022 - 12:44 (Jetzt kommentieren)

Im Landkreis Harburg, Niedersachsen, wurden mehrere verendete Rehe aufgefunden. Eine Tierseuche ist aber nicht der Grund.

Die Verwaltung des Landkreises Harburg, Niedersachsen, beschäftigen seit mehreren Tagen Funde von verendeten Rehen. Mittlerweile beläuft sich ihre Zahl auf mindestens 24. Das berichtete der Landkreis Harburg am vergangenen Donnerstag in einer Pressemitteilung.

Hat Kirschlorbeer die Rehe vergiftet?

Nach ersten Erkenntnissen grassiere eine Tierseuche nicht in dem Bereich der gemeldeten Funde. Der Leiter der Abteilung Ordnung und Verbraucherschutz, Thorsten Völker, hat möglicherweise eine andere Erklärung: „Wir gehen stark davon aus, dass sich die Tiere an Kirschlorbeer vergiftet haben.“ In der letzten Zeit wurden über zehn Stellen im Bereich der Winsener Marsch gefunden, an denen illegal Grünschnitt abgeladen wurde. Darunter befand sich zu einem Großteil giftiger Kirschlorbeer.

Todesursache der Rehe soll geprüft werden

Die meisten Rehe wurden von Jägern gefunden, erklärte die Pressestelle des Landkreises Harburg gegenüber der Redaktion. Da unter den einzelnen Fällen zunächst kein Bezug hergestellt werden konnte, erfolgte bisher keine Untersuchung der Tiere. Mit dem nächsten aufgefundenen verendeten Tier soll dies nachgeholt werden. Eine Überprüfung der Todesursache würde dann beim Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit stattfinden.

Grünschnitt niicht im Wald entsorgen

Auch wenn lediglich eine Vermutung bezüglich der Todesursache unter den gehäuften Todesfällen bei den Rehen besteht, appelliert der Landkreis an die Bevölkerung. „Kirschlorbeer ist giftig und stellt eine Gefahr für Wildtiere dar“, erklärt Thorsten Völker. Auch wenn noch keine Untersuchungsergebnisse verlägen, sei es wichtig, dass die Grundstücksbesitzer ihren Grünschnitt niemals in der Natur entsorgen. Dafür stünden verschiedene Annahmestellen, die Biotonne oder die Grünabfallsammlung zur Verfügung. Völker betont: „Grünschnitt gehört nicht in den Wald!“ 

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