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Ernährung und Gesundheit

Immer weniger Rückstände in Obst und Gemüse

© Reiner Storm / aboutpixel
pd
am
05.02.2014

Wie eine aktuelle Untersuchung ergab, lag die Rückstandsquote von Pflanzenschutzmitteln bei knapp 99 Prozent des untersuchten Obst und Gemüses unterhalb der gesetzlich festgelegten Höchstgehalte.

Im Oktober zahlten die Verbraucher für ein Kilo Zwiebeln in ein bis 1,5 Kilogramm-Einheiten 0,77 Euro, gegenüber 0,63 Euro in 2012. © Beachboyx10/Fotolia
Wie die Auswertungen der Monitoring-Programme von Deutscher Fruchthandelsverband (DFHV) und der QS Fachgesellschaft Obst-Gemüse-Kartoffeln GmbH (QS) ergaben, ist die Rückstandquote von Pflanzenschutzmitteln bei Obst und Gemüse erneut um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Bei 98,9 lagen die Werte unterhalb der festgelegten Höchstgehalte. In 40 Prozent der Proben konnten keinerlei Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen werden.
 
Diese Ergebnisse bestätige den positiven Trend der vergangenen Jahre, so die QS Fachgesellschaft. Die Ergebnisse sind im monitoringreport 2014 zusammengefasst, der auf der Fruit Logistica präsentiert wird. Birnen, Mangos, Zucchini und Zwiebeln stehen im Mittelpunkt der Detailuntersuchungen, die in der fünften Ausgabe des monitoringreports vorgestellt werden.
 

Ergebnis: Zwiebel und Zucchini

Birnen, Mangos, Zucchini und Zwiebeln stehen im Mittelpunkt der Detailuntersuchungen, die in der fünften Ausgabe des monitoringreports vorgestellt werden. 87 Prozent der untersuchten Zwiebel-Proben waren vollkommen frei von Pflanzenschutzmittelrückständen. Damit belegt die Zwiebel den Spitzenplatz im diesjährigen Monitoringreport. Im überwiegenden Teil der Proben mit Rückständen (63,2 Prozent) wurde lediglich ein Wirkstoff gefunden.Am häufigsten gefunden wurden die Fungizide Tebuconazol und Dimethomorph sowie das Herbizid Maleinsäurehydrazid.
 
Bei Zucchini waren drei Viertel (76,3 Prozent) der 80 im Untersuchungszeitraum auf Pflanzenschutzmittel analysierten Proben rückstandsfrei. Von den Proben mit Rückständen enthielten 63 Prozent nur einen Wirkstoff. Drei Proben mussten beanstandet werden, da in ihnen die in Deutschland nicht zugelassenen Insektizide Endosulfan (2x) oder trans-Heptachlorepoxid (1x) gefunden wurden. Bei diesen Wirkstoffen kam es gleichzeitig zu einer Überschreitung des gesetzlichen Höchstgehaltes.

Verbesserung bei Kontrolle

Für den monitoringreport haben DFHV und QS die Analysen von über 16.400 Proben aus 65 Ländern ausgewertet. Probleme mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln können allerdings niemals ausgeschlossen werden. Dies stellt Wirtschaft und Behörden gleichermaßen vor Herausforderungen. 
 
Die Beispiele QAV (Quaternäre Ammoniumverbindungen auf Lebensmitteln) und Perchlorat hätten jedoch gezeigt, dass der eingeschlagene Weg der Zusammenarbeit in die richtige Richtung weist. Der monitoringreport 2014 kann auf der QS-Homepage (www.q-s.de) im Mediencenter sowie auf der Homepage des DFHV (www.dfhv.de) heruntergeladen werden.
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