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Wirtschaft

Investitionen schmälern den Gewinn von KWS Saat

Externer Autor ,
am
16.10.2014

Das Saatzuchtunternehmen KWS Saat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 deutlich weniger verdient. Der Jahresüberschuss sank um rund 13 Prozent auf 80,3 Millionen Euro.

Gründe für die Verluste seien gestiegene Aufwendungen für Produktentwicklung und Vertrieb, teilte das Unternehmen KWS Saat mit. Aber auch Währungs- und steuerliche Sondereffekte hätten sich ausgewirkt. Der Umsatz legte um 2,7 Prozent auf rund 1,18 Milliarden Euro zu. Für das laufende Geschäftsjahr kündigte das Unternehmen eine Umsatzsteigerung von fünf bis zehn Prozent an. Die Aufwendungen für Forschung, Entwicklung und Vertrieb sollen weiter erhöht werden, um neue ertragsstarke Sorten zu entwickeln und neue Absatzmärkte zu erschließen.

Mais: Europa umsatzstark

Die Umsatzerlöse im Segment Mais erhöhten sich leicht um 1,9 Prozent auf 714,9 (701,7) Mio. Euro. Besonders dynamisch entwickelten sich die südamerikanischen Absatzmärkte, aber auch in Europa konnte ein leichter Umsatzanstieg erzielt werden. Das Segmentergebnis (EBIT) stieg trotz erhöhter Aufwendungen für die Produktentwicklung und den Vertrieb um 9,4 Prozent auf 100,9 (92,2) Mio. Euro.

Zuckerrüben und Pflanzkartoffeln

Das Segment Zuckerrüben, welches auch das Pflanzkartoffelgeschäft der KWS beinhaltet, erzielte einen Umsatzanstieg um 6,8 % auf 351,1 (328,6) Mio. Euro. Davon entfallen 318,5 (297,8) Mio. Euro auf Zuckerrüben und 32,6 (30,8) Mio. Euro auf Pflanzkartoffeln. In den Kernmärkten Nordamerika und EU-28 konnten die Umsatzerlöse durch das leistungsstarke Sortenportfolio erneut gesteigert und damit die marktführende Stellung bei Zuckerrüben ausgebaut werden. Das Segmentergebnis (EBIT) sank aufgrund der Aufwendungen für die Neuausrichtung des Pflanzkartoffelgeschäfts um 5,1 % auf 70,1 (73,9) Mio. Euro.

Getreide: Umsatz gesunken

Die Umsatzerlöse im Segment Getreide verminderten sich aufgrund reduzierter Konsumgetreidepreise um 3,9 % auf 107,3 (111,7) Mio. Euro. Zur Winteraussaat 2013/2014 griffen die Landwirte vermehrt auf eigenes, nachgebautes Saatgut zurück. Deutlich gesunken ist die Nachfrage nach den deckungsbeitragsstarken Roggensorten der KWS aufgrund von Flächenkürzungen, was sich besonders auf das Segmentergebnis (EBIT) auswirkte.

Ausbau der Saatgutaufbereitung in USA und Osteuropa

Im laufenden Geschäftsjahr plant das Unternehmen, die Aufwendungen für Vertriebsaktivitäten sowie Forschung und Entwicklung erneut deutlich zu erhöhen und damit die Erschließung junger Absatzmärkte und die Züchtung ertragsstarker neuer Sorten weiter voranzutreiben. Damit einhergehen werden umfangreiche Investitionen in Sachanlagen, so das Unternehmen. "Um für das geplante Wachstum der kommenden Jahre gerüstet zu sein, müssen wir unsere Kapazitäten in der Saatgutaufbereitung in Nordamerika und Osteuropa erweitern", erläutert Eva Kienle, CFO der KWS SAAT AG.
 
"Zusätzlich werden wir unsere Forschungseinrichtungen am Standort Einbeck erweitern und den Aufbau des neuen Forschungszentrums in St. Louis, USA, fortsetzen. Unser Expansionskurs wird auch dazu führen, dass wir bis zum Ende des Geschäftsjahres weltweit rund 300 neue Arbeitsplätze schaffen."
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