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Geschäftsidee

"IPGarten": Verbraucher bestellt per Klick, was der Landwirt anbaut

Gemüsebeet
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
21.02.2018

Das Berliner Start-up "IPGarten" hat eine Idee: Verbraucher weisen per Mausklick an, was ein Landwirt auf einer bestimmten Parzelle anbauen soll. Jetzt werden noch Landwirte gesucht, die den Boden und Dienstleistungen zur Verfügung stellen.

Gemüse verkaufen, schon bevor es angebaut ist, so werben die Unternehmer von IP Garten für ihr Projekt. Die Kunden in der Stadt buchen und versorgen ihren Onlinegarten vom Smartphone oder heimischen PC aus. Die IPGarten-Zentrale in Berlin ist die Service-Stelle.

 

 

    Pflanzenbau im Quadrat

    Die Kunden erhalten eine 16 m² große Parzelle. Online entscheiden sie, welche Pflanzen wo wachsen sollen. 40 Gemüse- und Kräutersorten und spezielle Informationen zur Auswahl und Anordnung stehen zur Verfügung. Entsprechend dieser Pflanzmatrix bestellt der Landwirt das Feld und bereitet den Boden für die kommende Saison vor. Das Unternehmensteam stellt die Bewässerungsanlagen und die IT zur Verfügung. Mit dem Landwirt entscheiden sie, wie die Infrastruktur aufgebaut und gewartet wird. Saatgut und vorgezogene Pflanzen werden nach Matrix der Kunden in die entsprechenden Abschnitte ausgesät oder gepflanzt.

    Digital Gärtnern per PC oder Smartphone

    Der Landwirt wartet einen 1,5 m hohen IPGarten-Mast, der mit Kameras und einem Minicomputer ausgestattet ist. Die Daten über die Bodenfeuchte, die elektrische Leitfähigkeit, die Temperatur und Windgeschwindigkeit werden so an die Kunden übermittelt. Diese entscheiden, was auf ihrer Parzelle zu tun ist. Und der Landwirt setzt dies um. Die Ernte bringt ein Kurier nach Berlin, wo sie von den Kunden abgeholt wird. 35 Euro im Monat kostet der digitale Gemüse-Anbau mit Bringdienst vom Dorf in die Stadt.

    Idee auf digitale Hühner ausgeweitet

    Ein Gründer des Start-up Unternehmens hat die Idee auf Legehennenhaltung ausgedehnt. Ende März ziehen die ersten Hühner in einen digitalen vernetzten Stall. Die Kunden können die Tiere per Kamera beobachten und per Mausklick für Futter oder Wasser sorgen.

    Mit Material von Berliner Morgenpost
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