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Tularämie

Jäger wahrscheinlich an Hasenpest erkrankt

Feldhase auf Acker
am Mittwoch, 07.11.2018 - 10:29 (Jetzt kommentieren)

Nach einer Treibjagd sind in Bayern acht Jäger wahrscheinlich an der Hasenpest erkrankt. Sie befinden sich aktuell im Krankenhaus in Isolation.

Wie das Fachmagazin jagderleben berichtet, haben sich acht Jäger aus Bayern möglicherweise mit der Hasenpest (Tularämie) angesteckt.

Nach einer Treibjagd am 27. Oktober im oberpfälzischen Landkreis Schwandorf bestehe bei ihnen der "hochgradige Verdacht einer Erkrankung mit Hasenpest".

Mit grippeähnlichen Symptomen ins Krankenhaus

Wie Hans Prechtl, Pressesprecher des Landratsamts, gegenüber dem Fachportal erklärt, seien die Jäger am 1. November fast zeitgleich mit grippeähnlichen Symptomen ins Krankenhaus nach Amberg gekommen. Dass dies ein Feiertag war und sie somit nicht zum Hausarzt gehen konnten, sei laut Prechtl "großes Glück" gewesen. Die gemeinsame Hasen-Jagd fünf Tage zuvor machte die Ärzte im Krankenhaus nämlich stutzig, so jagderleben.

Hasenpest: Kann tödlich für Menschen verlaufen

Sie hätten recht schnell vermutet, dass die Männer an Hasenpest erkrankt waren. Tularämie kann mitunter tödlich für Menschen verlaufen und ist im Einzelfall schwer zu diagnostizieren.

Da alle Erkrankten während des Aufbrechens mit erlegten Hasen in Kontakt waren, leiteten die Mediziner direkt eine Therapie gegen die Zoonose ein, berichtet das Fachportal. Nach Angaben des Pressesprechers gehe es den Patienten durch die sehr frühe und zielgerichtete Behandlung mittlerweile wieder gut.

Jäger bleiben isoliert im Krankenhaus

Dennoch bleiben die acht Jäger mindestens noch bis morgen isoliert im Krankenhaus. Anschließend soll eine weitere Blutprobe genommen werden. Das Robert-Koch-Institut versucht aktuell, die genaue Diagnose zu stellen. Darüber hinaus werden die Hasen auf den Erreger getestet. Man gehe laut jagderleben davon aus, dass nur eines der Tiere infiziert gewesen sei.

Hasenpest: Vorbeugende Maßnahmen

Im Jahr 2017 wurden in ganz Deutschland 52 Tularämie-Fälle gemeldet, davon 13 in Bayern. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gibt Tipps zur Vermeidung einer Ansteckung beziehungsweise vorbeugende Maßnahmen gegen die Hasenpest:

  • Vermeidung von ungeschütztem Kontakt zu Wildtieren, insbesondere bei offensichtlichen kranken Tieren
  • Vermeidung von ungeschütztem Kontakt zu Kadavern von Wildtieren
  • Einhalten der Arbeitshygiene beim Umgang mit erkrankten oder toten Wildtieren
  • Einhalten der Arbeits- und Küchenhygiene beim Umgang mit Wildbret während der Vorbereitung (Enthäuten, Ausnehmen) und der Zubereitung
  • Wildgerichte nur gut durchgegart verzehren
Mit Material von jagderleben, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)

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