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Umwelt

Jagd auf den Wolf? Jagdverbände distanzieren sich

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Katharina Krenn, agrarheute
am
08.09.2015

Gestern strahlte die ARD eine Sendung zu illegalen Wolfstötungen aus. Darin kommen Jäger zu Wort, die die Wolfsabschüsse gutheißen. Der Jagdverband nimmt Stellung und distanziert sich von den Aussagen der Interviewten.

In den letzten Jahren seien an die 20 Wölfe durch illegalen Abschuss getötet worden, so der Kommentator in dem gestern Abend ausgestrahlten ARD-Bericht "Die Angst vor den Wölfen". In dem Beitrag geht Reinhold Beckmann den Motiven der Wolfsjäger nach. Jäger und auch Täter kommen zu Wort. Der Tenor: Die Mehrheit der Jäger würde den Abschuss von Wölfen befürworten. Der Deutsche Jagdverband (DJV) und die Landesjagdverbände nahmen nun in einer Pressemitteilung Stellung zu den im Beitrag gemachten Aussagen.
 
Die Verbände möchten sich klar und im Namen von knapp 245.000 Jägern "von schwarzen Schafen, die Verstöße gegen das Naturschutzgesetz als Kavaliersdelikt abtun", distanzieren.

Rückkehr des Wolfs muss begleitet werden

Der Dachverband der Jäger begrüße es, dass ein so wichtiges Thema wie der künftige Umgang mit Wölfen ausführlich behandelt wird. Der Wolf sei Teil der heimischen Artenvielfalt, dessen Rückkehr mit Augenmaß begleitet werden muss: "Wölfe haben derzeit in Deutschland Zuwachsraten von über 30 Prozent jährlich, einige Individuen nähern sich dem Menschen ohne Scheu, die Risse von Nutztieren nehmen zu." Im Umgang mit dem Wolf und dem Konfliktpotenzial, das seine rasante Ausbreitung mit sich bringt, gehe der DJV jedoch den wissensbasierten Weg.

ARD-Sendung: Die Angst vor den Wölfen (7. September 2015)

 

Wolfsichtungen: Der Wolf tappt in die Fotofalle

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