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Rechtsstreit

Jagdverband stellt Strafanzeige gegen Peta

Jäger bei der gemeinsamen Drückjagd
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Julia Eder, agrarheute
am
06.02.2017

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat Strafanzeige gegen die Tierrechtsorganisation Peta gestellt, unter anderem wegen falscher Verdächtigung.

Laut DJV stelle die Tierrechtsorganisation Peta regelmäßig Strafanzeigen gegen ordnungsgemäß durchgeführte Jagden. Die Begründung für die Anzeigen vonseiten der Peta: Es gäbe keine vernünftigen Gründe für die Jagd. Im Dezember beispielsweise zeigte Peta 90 Jäger an.

"Dieser reine PR-Gag von Peta beschäftigt regelmäßig und grundlos die Behörden. Peta-Anzeigen haben nur einen Zweck: Die legale Jagd und die Beteiligten in ein schlechtes Licht zu rücken", sagte DJV-Präsidiumsmitglied Ralph Müller-Schallenberg. Jäger übernähmen in Deutschland wichtige, teils staatliche Aufgaben, so Müller-Schallenberg weiter. Dazu gehörten die Prävention von Seuchen und Wildschäden, Artenschutz sowie der aktive Tierschutz.

"Natur regelt sich nicht selbst"

Dem Peta-Argument, dass die Natur sich selbst regle, entgegnet der DJV so: Die Selbstregulierungsmechanismen der Natur seien in erster Linie Tierseuchen, die mit großem Leid für die Tiere verbunden seien. Der Mensch habe laut DJV beispielsweise die Füchse erfolgreich gegen Tollwut geimpft und so in den Naturhaushalt eingegriffen. Die Folge: Weil das Regulativ fehlt, hat sich der Fuchsbestand seit den 1980er Jahren in  Deutschland etwa verdreifacht. Zum Nachteil der Beutetiere, zu denen viele seltene Vogelarten gehören. Steigende Fuchsbestände führen darüber hinaus zu einem erhöhten Ansteckungsrisiko durch Räude (Parasiten) und Staupe (Virus). Beide können auf Haustiere übertragen werden und sorgen für einen qualvollen Tod. Die Bejagung von Füchsen ist demnach aktiver Tier- und Artenschutz.

Mit Material von DJV

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