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Wirtschaft

John Deere erwartet Nachfrage-Flaute

pd
am
17.02.2014

Der Landtechnikhersteller John Deere konnte im ersten Quartal des Geschäftsjahres zwar seine Gewinne steigern. Der Konzern erwartet jedoch im Bereich Landmaschinen für das Jahr 2014 einen Umsatzrückgang.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigerte der US-amerikanische Hersteller John Deere seinen Gewinn im ersten Quartal um 31,4 Millionen auf 681,1 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 649,7 Millionen US-Dollar). Weltweit stiegen die Nettoumsatzerlöse und sonstigen Erträge gegenüber dem Vorjahr im ersten Quartal um drei Prozent auf 7,654 Milliarden US-Dollar. Dabei erzielten die Maschinensparten einen Umsatz von 6,949 Milliarden US-Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen bei den Landmaschinen einen Umsatzrückgang von sechs Prozent.
 

Schlechte Wechselkurse schmälern Gewinne

Aufgrund besserer Preise und höherer Liefermengen stiegen nach Unternehmensangaben die Umsätze der Sparte Landtechnik und Maschinen im ersten Quartal um zwei Prozent, wogegen ungünstige Wechselkurse das Ergebnis teilweise schmälerten. Dabei erreichte der Betriebsgewinn 797 Millionen US-$. In den Vereinigten Staaten und Kanada wuchsen die Umsätze im ersten Quartal um 3 Prozent, außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanada kletterten sie um 2 Prozent, wobei ungünstige Wechselkurse mit 3 Prozentpunkten zu Buche schlugen.
 

USA: Weniger Nachfrage nach großen Maschinen

Die weltweiten Umsätze des Unternehmens mit Landmaschinen und mit Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege werden 2014 laut Unternehmensschätzungen um etwa 6 Prozent zurückgehen. Obwohl sich die Einkommen der Landwirte auch 2014 auf gesundem Niveau bewegen dürften, werden sie niedriger ausfallen als im Vorjahr. Nach Ansicht von John Deere werde dies zu einer Dämpfung der Nachfrage führen, vor allem bei großen Maschinen.
 
In den Vereinigten Staaten und Kanada werden die Branchenumsätze im Geschäftsjahr um 5-10 Prozent niedriger ausfallen, vor allem aufgrund niedrigerer Umsätze mit PS-starken Traktoren und Mähdreschern. In den EU28-Märkten werden die Branchenumsätze infolge niedrigerer Erzeuger-preise und geringer ausfallender landwirtschaftlicher Einkommen um etwa 5 % nachgeben. Auch in Südamerika werden die Umsätze der Branche mit Traktoren und Mähdreschern gegenüber 2013 voraussichtlich um etwa 5-10 Prozent niedriger ausfallen. In der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten dürften die Umsätze der Branche ebenfalls leicht zurückgehen, während sie in Asien moderat ansteigen sollten.
 

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